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Balkonanbau

Wie lässt sich ein Balkon nachrüsten?

Ein Balkon ist ein Stück Lebensqualität.
Blühende Landschaften auf dem Balkon. Foto: Keystone

Ein Balkon ist ein Stück Lebensqualität – auf das Sie auch als Mieter nicht verzichten müssen. Denn der luftige Vorbau lässt sich ganz einfach nachträglich anbringen. Sprechen Sie Ihren Vermieter darauf an. Hier finden Sie die wichtigsten Infos und Argumente.

Ein Balkon lässt sich ohne großen baulichen Aufwand auch im Nachhinein anbringen. Das gilt selbst dann, wenn Sie zur Miete wohnen. Wichtigster Schritt: Fragen Sie bei Ihrem Vermieter nach, ob er Ihr Vorhaben unterstützen würde. Das beste Argument ist natürlich, dem Eigentümer anzubieten, dass Sie sich über eine höhere Mietzahlung an den Kosten beteiligen würden.

Auf diese Weise kann der Vermieter den Anbau kurzfristig refinanzieren – und er sorgt darüber hinaus langfristig für eine bessere Vermietbarkeit seiner Immobilie: Immerhin ist für 51 Prozent der Befragten einer Studie von PlanetHome der Balkon das wichtigste Ausstattungsmerkmal einer Wohnung.

Der Aufwand ist überschaubar

Informieren Sie sich am besten bereits vor dem Gespräch mit dem Eigentümer über Kosten und passende Modelle. Beispiel: Ein 1,5 x 3 Meter großer, dreigeschossiger Vorstellbalkon mit Stahlbetonplatte, einem Geländer aus Aluminiumprofilen und Sicherheitsglas kostet pro Etage ungefähr 2.500 bis 3.000 Euro, inklusive Montage und Kran. Hinzu kommen die Kosten für Fundament und Balkontür.

Grundsätzlich stehen für nachträglich angebrachte Balkone vier Konstruktionslösungen zu Verfügung.

Lösungen für jede Wohnlage

  • Vorstellbalkone: Die einfachste Möglichkeit, nachträglich einen Balkon zu errichten, besteht darin, Stützen vor die Fassade zu setzen. Sie sind auch eine gute Lösung bei einer Komplettsanierung. Die alten Balkone werden in diesem Fall einfach abgetrennt und die neuen vor die Fassade gesetzt.
  • Stapelbalkone: Die Form fügt sich meist sehr harmonisch in die Fassade ein. Die Stützen sind optisch in die Konstruktion integriert.
  • Kragarmbalkone: Wenn Toreinfahrten, Gehwege oder Stellplätze keine Lastabtragung über Stützen und Fundamente zulassen, empfiehlt sich ein Kragarmbalkon. Dabei erfolgt die Fassadenanbindung beispielsweise über eine Konsole.
  • Anbaubalkone: Diese Form setzt ein statisch intaktes Mauerwerk voraus und ist daher für Altbauten nur bedingt geeignet.
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