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Fliesen

Eignen sich Fliesen auch für den Wohnbereich?

Terrakotta-Fliesen strahlen Natürlichkeit aus
Natürlich: Große Terrakotta-Fliesen sorgen mit rötlichen Tönen für freundliche Atmosphäre. Foto: Industrieverband Keramische Fliesen + Platten e.V.

Fliesen sind nicht nur für Küche und Bad ein gute Lösung. Besonders in Verbindung mit einer Fußbodenheizung sorgen sie auch im Wohnbereich für Komfort.

Der große Vorteil von Fliesen ist, dass sie so gut wie alles an sich abperlen lassen. In Küche und Bad sind Fliesen daher der beliebteste Bodenbelag. Im Wohnzimmer hingegen werden sie bislang noch eher selten verlegt, denn Fliesen sind von Natur aus kühl und beeinflussen damit nicht nur die gefühlte, sondern auch die tatsächliche Temperatur unter den Füßen. Eine Fußbodenheizung sorgt jedoch für Behaglichkeit, denn Fliesen leiten und speichern Wärme ausgezeichnet und sorgen so dauerhaft und schnell für angenehme Temperaturen.

Weiche Fliesen gehören an die Wand

Und auch die sonstigen Qualitäten der Fliese sind im Wohnraum sehr willkommen: Fliesen sind antistatisch, geruchsneutral, sehr pflegeleicht und machen auch optisch eine Menge her. So schaffen Mosaikfliesen tolle Effekte, Terrakotta-Fliesen sorgen für eine warme Atmosphäre und Marmor, Granit und Schiefer für kühle Eleganz. Zudem sind Fliesen kaum kaputt zu kriegen. Jedenfalls wenn Sie sich für die richtigen entscheiden: Die Zusammensetzung des Fliesenkörpers, des sogenannten Scherben, muss dem neuen Einsatzort gewachsen sein.

Sehr trittfest ist die Feinsteinzeugfliese. Sie hat einen relativ dichten Scherben und nimmt so wenig Wasser auf, dass sie sogar frostigen Außentemperaturen trotzt. Noch härter und robuster sind Beläge aus Feinsteinzeugfliesen. Steingutfliesen hingegen mit ihrem porösen Scherben und der weichen Glasur gehören überhaupt nicht auf den Boden, sondern machen sich als Wandfliesen gut.

Und noch ein paar wichtige Zahlen

Die Abriebgruppe gibt Auskunft über die Stabilität der Fliese: Gruppe 1 ist am wenigsten robust, Gruppe 5 hält viel aus – auf dem Boden sollte mindestens Gruppe 3 liegen. Und auch die Rutschfestigkeit ist genormt. Es gibt fünf Klassen von sehr schlüpfrig (R9) bis ziemlich trittsicher (R13). Für Nassbereiche erfolgt die Bewertung in drei Klassen von A (geringe Ansprüche an Rutschfestigkeit) bis C (muss besonders rutschfest sein).

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