Dachräume sind durch ihre Schrägen oft besonders schwierig einzurichten. Wir nennen Ihnen ein paar Grundregeln für die Planung, mit denen nichts mehr schiefgehen kann.

Entscheidend für den Wohlfühlfaktor ist – mehr noch als in konventionellen Räumen –, wie Sie sich einrichten. Schränke und Regale von der Stange stoßen zwischen schrägen Wänden meist schnell an ihre Grenzen. Dahinter macht sich dann verschenkter potenzieller Stauraum breit. Versuchen Sie’s stattdessen mit maßgeschneiderten Lösungen, die mit der Schräge gehen und damit ansonsten tote Winkel geschickt nutzbar machen.

Meiden Sie meterlange Fronten, selbst wenn genug Platz vorhanden ist – die wirken in Dachzimmern einfach viel zu wuchtig. Verstecken Sie Kleidung und Krimskrams lieber hinter Gleit- oder Falttüren. Das Innenleben können Sie ebenfalls nach Maß gestalten lassen – oder Sie teilen sich den Raum mit Regalen und Kleiderstangen ganz einfach und flexibel selbst ein.

Das Bett passt prima unters Fenster

Generell gilt: Leichtigkeit ist Trumpf. Mit einigen Tricks bringen Sie Ihr Dachzimmer optisch ganz schnell zum Schweben: Ein paar

lässig hingeworfene Kissen, ein Sitzsack, eine schlanke Récamiere oder locker drapierte Stoffe lassen Wände optisch zurückweichen. Helle Farben für Decke und Wände dehnen den Raum zusätzlich in Höhe und Breite.

Sitz- oder Liegeplätze wie das Bett, der kleine Schreibtisch oder die Kuschelecke sind unter der Schräge gut aufgehoben. Das Bett sollte natürlich ein möglichst niedriges Kopfteil haben und idealerweise unters Fenster passen. Denn das ist schließlich das Besondere an der Sache: Während vor dem Dachfenster Wolken ziehen, Schneeflocken tanzen oder Sternbilder funkeln, lassen Sie sich ganz entspannt in Ihre Träume tragen.

Immer aus der Schräge herausschauen!

Achten Sie aber darauf, dass das Kopfende am sogenannten Kniestock oder Drempel steht, Sie also aus der Schräge hinausblicken, nicht hinein. Sonst wirkt die Neigung der Wand wie ein Brett vorm Kopf, was bei den meisten Menschen zu Beklemmungen führt. Falls allerdings Ihr Kniestock so hoch ist, dass Sie aufrecht darunter stehen können, gilt diese Einschränkung nicht. Sie dürfen dann Ihr Bett drehen, wie es Ihnen gefällt.