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Fassadendämmung

Was genau ist ein Wärmedämmverbundsystem?

Mit Wärmedämmverbundsystem lässt sich eine alte Fassade nachträglich gut dämmen.
Altbau mit nachträglich gedämmter Fassade: Ein Indiz ist häufig eine etwas breitere Fensterlaibung. Foto: Fachverband Wärmedämmverbundsystem

Wer sein Geld nicht verheizen will, sollte das Haus gut dämmen. Das geht mit einem Wärmedämmverbundsystem auch gut nachträglich.

Charmanter als in einem gepflegten Altbau kann man kaum wohnen. Einen Schwachpunkt haben diese Bauten häufig jedoch: Eine ungedämmte Fassade. Eine energetische Sanierung der Fassade kann den anachronistisch hohen Verbrauch von mindestens 20 Litern Heizöl bzw. 20 Kubikmetern Erdgas pro Quadratmeter deutlich senken. Mit einer Dämmung der Gebäudehülle können Sie bis zu 30 Prozent der Energiekosten sparen.

Wärmedämmverbundsystem: Ganz einfach montiert

Die mit Abstand wirtschaftlichste Art, eine Außenwand zu dämmen, ist das Aufbringen eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS). Es besteht aus drei Hauptschichten:

  • Dämmung, z.B. aus Polystyrol, Mineraldämmstoffen, Steinwolle oder einer Mineralschaumplatte
  • Armierung (das Glasfasergewebe verhindert eine Rissbildung)
  • Schlussbeschichtung aus Putz, Holz, Keramik, Klinker oder Metall.

Das einlagige Dämmmaterial kann direkt auf die Ziegel oder den Putz einer schadhaften oder unansehnlichen Außenwand aufgebracht werden. Die ca. 30 Zentimeter dicke Dämmung wird verklebt, bei sandigem Putz gedübelt oder mit einer Schienenhalterung mechanisch befestigt. Kosten: ca. 60 bis 80 Euro pro Quadratmeter.

Die Dämmung amortisiert sich rasch

Ein Rechnungsbeispiel: Ein älteres Zweifamilienhaus mit 300 Quadratmeter Wohnfläche verursacht vor der energetischen Sanierung Heizkosten von 3.500 Euro pro Jahr, danach nur noch 2.000 Euro. Das entspricht einer Einsparung von 125 Euro im Monat. Je nach Größenordnung der Maßnahme amortisiert sich die Investition in eine Dämmung bereits nach vier bis sieben Jahren.

Tipps für Bauherren

  • Stimmen Sie sich mit der Bauaufsichtsbehörde ab (Eine Genehmigung kann erforderlich sein wenn etwa Auflagen einer Ortssatzung zur Fassadengestaltung zu berücksichtigen sind oder wenn das zu sanierende Gebäude durch die neue Dämmung in eine Abstandsfläche „hineinwächst“).
  • Lassen Sie sich in jedem Fall von einem Fachmann beraten.
  • Vergleichen Sie unbedingt mehrere Angebote erfahrener Firmen, die Sie etwa an dem Gütezeichen „WDVS-Fachbetrieb“ erkennen. Wichtig: Die Angebote sollten alle Nebenleistungen wie Gerüstkosten abdecken.
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