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Mauerentfeuchtung

Was kann man gegen feuchte Kellerwände tun?

Damit ein Haus oben warm und trocken bleibt, muss auch untenherum alles dicht sein. Foto: Digitalstock, Fotolia
Damit ein Haus oben warm und trocken bleibt, muss auch untenherum alles dicht sein. Foto: Digitalstock, Fotolia

Besonders bei Altbauten sind feuchte Keller fast schon an der Tagesordnung. Auf die Dauer kann das die Bausubstanz und Ihre Gesundheit schädigen. Wir stellen geeignete Sanierungsmaßnahmen vor.

Wasser findet immer seinen Weg, heißt es im Volksmund. Bei Altbauten führt dieser Weg vorzugsweise in den Keller, denn das betagte Mauerwerk saugt durch das Zusammenwirken von löslichen Mineralsalzen und Erdfeuchte die Nässe oft auf wie ein Schwamm. Und dort bleibt die Feuchtigkeit nicht: Eine geringe Stromspannung von 0,74 bis 1,2 Volt im Mauerwerk, die durch das (Reibungs-)Potenzial von Wassermolekülen und Salz-Ionen entsteht, sorgt dafür, dass sie nach oben kriecht – im Extremfall bis zu zwei Meter hoch.

 

Gesundheitsgefahr durch Schimmel

„Erste Anzeichen für eine Durchfeuchtung der erdberührenden Bauteile sind abplatzender Putz und dunkle Flecken auf der Wandoberfläche“, sagt Rainer Spirgatis, Fachbereichsleiter Bautenschutz beim Deutschen Holz- und Bautenschutzverband (DHBV). Ist die Mauerwerksfeuchte chronisch, führt das möglicherweise zu schweren Schäden im Mauerwerk. „Außerdem kann aufsteigende Feuchtigkeit das Raumklima verändern. Schimmelt etwa die Außenwand, kann das bei Bewohnern zu gesundheitlichen Schäden führen“, ergänzt Georg Brückner, Fachbereichsleiter Sachverständige beim DHBV.

Keine Patentlösung

Feuchtes Mauerwerk trockenzulegen, ist auch für ausgewiesene Experten eine große Herausforderung. Eine Ideallösung für alle Fälle gibt es nicht – auch deshalb, weil die Ursache der Schäden nicht immer sofort klar ist. Die feuchte Außenwand nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ einfach zu verblenden, ist auf lange Sicht keine Lösung. Zwar kann an der verblendeten Stelle keine Feuchtigkeit mehr austreten, dafür aber an anderer unpassender Stelle – gern auch oberhalb des gefliesten Bereichs. Grundsätzlich gilt beim Kellerentfeuchten: Klären Sie vor Beginn der Sanierungsarbeiten möglichst zweifelsfrei die Ursache des Feuchteschadens. Holen Sie dafür zur Sicherheit eine zweite Expertenmeinung ein. Sonst investieren Sie unter Umständen viel Geld in eine Sanierung, die den Auslöser des Schadens gar nicht beseitigt. Eine falsche Entscheidung kann ziemlich teuer werden. So müssen Sie für das maschinelle Einbringen von rostfreien Edelstahlblechen rund ums Haus mit Kosten von circa 325 bis 400 Euro pro Quadratmeter rechnen – da kommen schnell mehrere tausend Euro zusammen.

Experten bieten Rat

Hilfe bei feuchten Kellern bietet zum Beispiel der bereits erwähnte DHBV an. Der Verband, ein Zusammenschluss von Fachfirmen und Sachverständigen, berät Interessenten und unterstützt betroffene Hauseigentümer bei der Suche nach qualifizierten Fachunternehmen. Mehr Infos gibt es im Internet unter www.dhbv.de

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