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Endlich wohnen, wie man es sich wünscht, dazu Fördergelder vom Staat nutzen und fürs Alter vorsorgen – das ist der Wunsch vieler Bauherren. mehr
Fenster sind heute Hightech-Produkte mit ausgeklügelten Rahmen und Zwei- oder Dreifachverglasung. Und längst ist glasklar – sie sind echte Energiesparer.
Neben der Dachdämmung und dem Auswechseln der Heizungsanlage gehört vor allem der Austausch alter Fenster zu den wirksamsten Energiesparmaßnahmen bei einer Modernisierung. Und das nicht nur bei Altbauten aus der Zeit der Jahrhundertwende, sondern bereits bei Häusern, die älter sind als zehn Jahre.
Denn besonders in den vergangenen 20 Jahren haben Fenster in punkto Wärmeschutz eine rasante Entwicklung erfahren. Unterschiedliche Dichtungsebenen, Mehrkammertechnik und Mehrfachverglasung machen das Fenster zu einem Hightech-Produkt. Lange Zeit waren beispielsweise drei Kammern beim Fensterrahmen Standard, bei aktuellen Fensterrahmen sind es bis zu acht. Lagen die Wärmeverluste von Isolierglasfenstern noch Anfang der 1990er Jahre bei ca. 2,6 Watt pro Quadratmeter Kelvin (W/m2K), so lassen sich mit einer Dreifachverglasung weit niedrigere Werte von aktuell bis zu 0,5 W/m2K erreichen. Ein Standard, den so manche Außenwand nicht erreicht.
Wärmeschutz durch Technik
Hinter dem Wärmeschutz steckt ausgeklügelte Technik. Modernes Isolierglas setzt sich aus zwei oder mehreren sogenannten Float- oder Spezialgläsern zusammen. Auf der Raumseite ist das Glas gegen den Scheibenzwischenraum mit einer hauchdünnen Wärmedämmschicht aus Metall bedampft, die die Wärmestrahlung zurück in den Raum wirft. Zudem ist der Scheibenzwischenraum bei aktuellen Fenstermodellen mit einem speziellen Wärmedämmgas, z. B. den Edelgasen Argon, Krypton oder neuerdings auch Xenon, gefüllt. Damit lässt sich die Wärmeleitfähigkeit der Verglasung deutlich verringern.
Entscheidend für die guten Wärmedämmeigenschaften des Fensters ist neben der Verglasung die Konstruktion des Blend- und Flügelrahmens. Die Anzahl der Kammern im Inneren der Konstruktion und deren „thermische Trennung“ erhöhen den Wärmeschutz und verhindern die Tauwasserbildung.
Bis zu 500 Liter Heizöl sparen
Rahmen und Verglasung sorgen so im Zusammenspiel für einen wirksamen Wärmeschutz. Ein dreifach verglastes modernes Wärmeschutzfenster etwa senkt im Vergleich zu einer Einfachverglasung die Energieverluste um mindestens 80 Prozent.
Das Einsparpotenzial ist dementsprechend hoch: Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit einer Fensterfläche von 25 Quadratmetern ließen sich durch eine Erneuerung der Fenster bis zu 500 Litern Heizöl einsparen. Und das Jahr für Jahr. Modernisierer können so bei einem Heizölpreis von 65 Cent pro Liter rund 320 Euro pro Heizperiode sparen.
Wohnen-Tipp: Wer seine Fenster austauschen möchte, profitiert zudem von zahlreichen Förderprogrammen. Infos über Zuschüsse von Bund, Ländern und Kommunen gibt es unter www.foerderdata.de. Auch steuerliche Vorteile bei den Handwerkerkosten machen den Austausch der alten Fenster attraktiv: Bisher waren 20 Prozent der Kosten bis maximal 600 Euro absetzbar. Seit dem 1. Januar 2009 ist dieser Steuervorteil verdoppelt. Bei einer Rechnung in Höhe von 6.000 Euro werden dann 1.200 Euro direkt von der Steuer abgezogen.