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Musterhäuser

Wie helfen Musterhäuser beim Hausbau?

Musterhäuser gewähren einen hervorragenden Einblick in die Originalhäuser der Hersteller. Foto: BDF
Musterhäuser gewähren einen hervorragenden Einblick in die Originalhäuser der Hersteller. Foto: BDF

Wer ein Haus baut, muss Faktoren wie Raumaufteilung, Gebäudetyp und Ausstattung gut durchdenken und planen. Musterhausparks mit „Häusern zum Anprobieren“ sind dafür eine optimale Entscheidungshilfe.

Ein neues Eigenheim ist für die meisten Menschen die größte Investition ihres Lebens – umso besser, wenn sie das künftige Domizil vorher einmal „anprobieren“ können. Genau dies ermöglichen viele Fertig- und Massivhaushersteller in Musterhausausstellungen, die bundesweit und meist verkehrsgünstig in Autobahnnähe zu finden sind. 1963 öffnete die erste deutsche Fertighausaustellung in Quickborn, heute stehen hierzulande und in der Schweiz rund 1.000 Musterhäuser – die meisten in 17 großen Ausstellungen, die jährlich jeweils bis zu 80.000 Besucher anziehen.

Bestens beraten und gut versorgt

Auf diesen wie kleine Dörfer angelegten Schauen können Bauherren die Originalhäuser der Hersteller begehen und jeden Winkel ihres Traumhauses ins Visier nehmen. So lassen sich Bauträume unter Realbedingungen austesten und bei Bedarf variieren. Fachberater und Architekten vor Ort stehen jederzeit für Fragen zur Verfügung und stellen Möglichkeiten der Design- und Grundrissgestaltung vor. Neben den durchschnittlich 15 bis 30 gezeigten Objekten verschiedener Anbieter kann man sich bei den Baufirmen über zahlreiche Variationsmöglichkeiten informieren – denn bei einem Fertighaus handelt es sich keineswegs um ein „Haus von der Stange“.

Steht für den Kunden das Basisobjekt fest, wird alles Weitere mit dem Baupartner individuell geplant. Die Haushersteller beraten über Ausbau- und Ausstattungsvarianten, helfen gegebenenfalls bei der Suche und Erschließung eines Bauplatzes sowie bei der Finanzierung, und kümmern sich um die einwandfreie Abwicklung.

Flexibel bemustert

Geplant wird entsprechend der finanziellen Möglichkeiten, der Grundstücksgegebenheiten und unter Berücksichtigung behördlicher Auflagen. Nach der Kaufentscheidung werden Grundrisse und Ausstattungsumfang festgelegt, der Bauantrag eingereicht, und die Ausstattung bemustert. In sogenannten Bemusterungszentren wählen die Bauherren entsprechend vorher festgelegter Kaufvertragskriterien (wie etwa Fliesen 1. Wahl bis 30 Euro/qm) aus Bodenbelägen, Tapeten und Heizkörpermodellen aus. Gegen einen Aufpreis lässt sich das Ganze in diesem Stadium auch noch nach oben korrigieren.

In der Regel sind die Schauen mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Einige Ausstellungen verlangen zwischen zwei und vier Euro Eintritt, andere können kostenlos besucht werden. Wer schon konkretere Vorstellungen hat, kann vorab telefonisch einen Beratungstermin vereinbaren. Aber auch für alle, die nicht kurzfristig bauen wollen, lohnt sich der Besuch einer Musterhausaustellung, um sich inspirieren zu lassen, so auch für Umbauten in einem schon vorhandenen Eigentum.

Die größten Betreiber sind „Eigenheim & Garten“ (www.musterhaus-online.de), „Unger-Park“ (www.unger-park.de) und der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) mit der „FertighausWelt“ (www.fertighauswelt.de).

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