Mitten im Stadtzentrum, am grünen Stadtrand, in einem kleinen Dorf oder ganz abgeschieden auf dem Land – 
jeder Mensch hat seinen persönlichen Lebenstraum. Vielen gemeinsam ist aber der Wunsch nach den eigenen vier Wänden. Eine Studie von Postbank Immobilien ergab: Wenn junge Leute zwischen 18 und 34 Jahren eine teure Anschaffung ins Auge fassen, dann liegt die eigene Immobilie bei vielen ganz vorn – mit 40 Prozent sogar weit vor dem Wunsch nach einem eigenen Auto.

Kaufen statt mieten rechnet sich

Einen Garten für die Kinder, Ruhe vor den Nachbarn oder im Bad endlich Fliesen zu haben, die nicht der Vermieter ausgesucht  hat – mehr Wohnqualität ist ein starker Impuls für den Traum vom Eigenheim. Aber für viele Menschen ist auch der Blick auf den monatlichen Kontoauszug ein guter Grund, über einen Immobilienkauf nachzudenken. Denn die Mietzahlung ist darauf oft der größte Posten. Gerade in Metropolen und Ballungsregionen steigen die Mieten rasant. In Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern kletterten die Neuvertragsmieten 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent. Das belegen Zahlen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Vielerorts lohnt es sich daher zu kaufen, statt zu mieten. Wer früh im Leben eine 
Immobilie erwirbt und dann 35 Jahre Zeit hat, sie abzubezahlen, spart bei dem aktuellen Preis- und Zinsniveau durchschnittlich 41 Prozent im Vergleich zum Mieter. Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln berechnet. Auch bei kürzeren Laufzeiten stehen die Käufer vor allem in Regionen mit steigenden Immobilienpreisen meist gut da. Aber: Experten erwarten, dass die Zinsen bald wieder steigen. Zu lange sollte man mit dem Kauf eines Eigenheims also nicht mehr warten.

So lässt sich beim Kauf Geld sparen

Insbesondere in Städten oder stadtnahen Randlagen lohnt sich auch der Blick auf

Bestandsimmobilien. Denn je nach Lage sind diese dort derzeit günstiger zu bekommen als unbebaute Grundstücke. Auch Reihen- oder Doppelhäuser sind oft eine günstigere Variante, um den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen, als ein frei stehendes Haus.  Wer in besonders gefragten urbanen Regionen neu bauen möchte, kann zum Beispiel sparen, indem er mit Gleichgesinnten in einer Baugemeinschaft ein Mehrfamilienhaus errichtet und sich so die Grundstückskosten teilt.

Eine solide Finanzierung ist immer Pflicht

Wie der Immobilienerwerb oder -bau sollte auch die Finanzierung gut geplant sein. Grundsätzlich gilt: Je mehr Eigenkapital eingebracht wird, desto besser. 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten sollten es sein. Ein häufiger Fehler ist, dass die Kreditsumme falsch kalkuliert wird. Wird sie zu hoch angesetzt und nicht voll ausgeschöpft, ist oft eine Nichtabnahmeentschädigung fällig. Wird dagegen die Kreditsumme zu knapp kalkuliert, muss nachfinanziert werden – meist zu deutlich höheren Zinsen.

Bei der Berechnung darf man zudem die Nebenkosten des Immobilienerwerbs wie Notargebühren und Grunderwerbsteuer nicht vergessen. Auch eventuelle Modernisierungskosten, die zwar nicht sofort, aber innerhalb der Darlehenslaufzeit anfallen 
können, sollten mit veranschlagt werden. Auf wackligen Füßen steht die Finanzierung, wenn die monatliche Tilgungsrate zu hoch angesetzt wird und nicht flexibel ist. Auch wenn wegen Elternzeit oder längerer Krankheit das Einkommen zeitweilig sinkt, muss die Rate noch zu finanzieren sein. Für Engpässe oder unvorhergesehene Ausgaben sollten möglichst drei Netto-Monatsgehälter bei
seitegelegt werden.

Zu niedrig sollte die Tilgung aber auch nicht kalkuliert werden. Denn eine niedrige Tilgung bedeutet auch eine längere Laufzeit – und die verteuert die Gesamtfinanzierung. Generell gilt, dass das Eigenheim zum Beginn der Rente möglichst schuldenfrei sein sollte. Wer bei dem derzeitigen Zinstief eine Zinsbindung

von 15 bis 20 Jahren vereinbart, erweitert seinen finanziellen Spielraum. Auch öffentliche Fördermittel gehören zum Finanzierungsplan: Die staatliche KfW Bankengruppe vergibt zum Beispiel günstige  Kredite für energiesparendes Bauen. Die Wohn-Riester-Förderung unterstützt den Immobilienkauf für Selbstnutzer mit Zulagen und Steuervorteilen, was besonders für Familien mit Kindern interessant sein kann.

Diese Darlehen sind besonders attraktiv

Stichwort Wohn-Riester: Wenn Sie jetzt bauen oder kaufen und die Immobilie selbst bewohnen wollen, können Sie beim BHW Förder Baudarlehen Riester-Zulagen zur Darlehenstilgung nutzen und zusätzlich von Steuervorteilen profitieren. Ihr Postbank Finanzberater informiert Sie gerne ausführlicher.

Eine flexible Finanzierungsmöglichkeit bietet das BHW Baudarlehen. Hier bestimmen Sie die Laufzeit und die Tilgungsraten, ob Sie Ihr Baudarlehen über einen Bausparvertrag oder direkt tilgen wollen, einen variablen Verlauf Ihrer Finanzierung wünschen oder Ihre Bedingungen bis zu 15 Jahre festschreiben wollen. Maximale Zinssicherheit über die gesamte Darlehenslaufzeit mit garantiert gleichen Raten bietet das BHW Baudarlehen Konstant.

Eine Immobilie ist auch fürs Alter eine gute Anlage, zumal die Zinsen für Sparguthaben im Moment noch nicht einmal die Inflationsrate ausgleichen. Ein Immobilieneigentümer erhöht dagegen sein Nettovermögen. Und wer im Alter mietfrei wohnen kann, benötigt dann ein geringeres Monatsbudget.

Auch wer beruflich flexibel bleiben muss und sich nicht mit einer Immobilie an einen Ort binden möchte, kann damit fürs Alter vorsorgen. Er sollte sich aber nicht von eigenen Wohnträumen leiten lassen – als gute Kapitalanlage gelten Immobilien in den Ballungsregionen mit hoher Wirtschaftskraft.