Holzkohle oder Gas? Das ist beim Brutzeln im Freien die Frage. Vorteil der Gasvariante: Schonende Zubereitung, kein Qualm – und Sie können sofort loslegen.

Vier von fünf Deutschen tun es regelmäßig. Ob im Garten oder auf dem Balkon oder der Terrasse – wenn das Wetter stimmt, wird gegrillt. Allein an der Quelle des Feuers scheiden sich die Geister. Die einen schwören auf Holzkohle, die anderen auf die schnelle Zündung mit Gas. Letztlich ist das Ganze Geschmackssache, aber ein Gasgrill hat ein paar unbestreitbare Vorteile. Er ist ideal für alle, die sauber und direkt zur Sache kommen wollen. Kohlestapeln und Entflammungsversuche mit Grillanzünder & Co. entfallen. Die Party beginnt auf Knopfdruck.

Das richtige Gasgrill-Modell

Gasgrills gibt es in zahlreichen Varianten und Preisklassen. Leichte Blechmodelle sind schon für 50 Euro zu haben, hochwertige Kombi-Geräte können aber durchaus bis zu 3.000 Euro kosten. Das Prinzip ist bei allen gleich: Gefeuert wird mit mindestens einem Brenner, darüber liegen diverse Hitzeverteiler-Systeme, zum Beispiel Keramik- und Lavasteine oder Aromaschienen.

Bessere Geräte haben stufenlos regulierbare Brenner aus Edelstahl. Sie sollten unter der gesamten Grillfläche verteilt sein, um das gleichmäßige Garen zu gewährleisten.

Tipp: Wählen Sie keinen „klassischen“ gusseisernen Rost, sondern nehmen Sie lieber einen aus Edelstahl oder einen verchromten bzw. emaillierten – der lässt sich besser reinigen. Meist reicht es schon, Fett und Speisereste bei hohen Temperaturen kurz auszubrennen und danach den Rost einfach abzubürsten.

Auf Siegel achten

Kaufen Sie nur Geräte mit dem Siegel „CE 0085“ – dann sind Sie auf der sicheren Seite. Gasgrills arbeiten mit Flüssiggas (Propan oder Butan). Verwenden Sie für den Anschluss der Flasche einen Druckregler und einen geeigneten Schlauch (orangefarben mit DIN-DVGW-Kennzeichnung, maximal 1,50 Meter lang). Achtung: Unbenutzte Gasflaschen nicht in Räumen unter der sogenannten Erdgleiche (Keller, Tiefgarage) lagern.

Das schmeckt!

Auf das typisch würzige Aroma müssen übrigens auch Gasgriller nicht verzichten. Mit sogenannten Wood Chips schmeckt’s fast wie traditionell zubereitet: Chips einfach in Alufolie einwickeln, mit auf den Rost legen, Deckel zu – die abgegebenen Duftstoffe bleiben am Grillgut haften. Besonders zart wird Fleisch übrigens im Kugel-Gasgrill. Hier liegen Steaks und Würstchen nicht direkt über dem Brenner. Bei geschlossenem Deckel zirkuliert die Hitze schonend wie in einem Heißluftbackofen. So brennt nichts an, und auch große Fleischstücke wie Haxen, ganze Puter oder Enten lassen sich problemlos zubereiten.