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Schon ein kleiner Teich bietet Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Zum Glück lässt sich so eine kleine Oase relativ leicht und grundsätzlich in jedem Garten anlegen.
Jeder noch so kleine Teich besteht aus gleich mehreren Lebensräumen: dem freien Wasser, dem Ufer und den angrenzenden Zonen. Binsen, Seerosen, Schilf, Butterblumen, Klee bilden das ideale Umfeld für Kreuchendes und Fleuchendes vieler Arten. Mit relativ geringem Aufwand lassen sich Fink und Star, Frosch und Lurch, Libellen und Schmetterlinge aus der freien Wildbahn in ihr – und Ihr – ganz privates Paradies locken.
Die besten Gründe
Egal, ob Ihr Grundstück groß oder klein, sonnig oder eher schattig ist – ein Gartenteich passt immer. Bevor Sie aber zu Werke gehen, sollten Sie genau überlegen, welches Dichtungsmaterial sich für Ihre Zwecke am besten eignet. Sie haben die Wahl zwischen Folie, Fertigbecken und Beton. Wenn Sie sich für einen Folienteich oder Betonteich entscheiden, können Sie in Formfragen äußerst kreativ sein, hier ist, im Rahmen der örtlichen Gegebenheiten, fast alles möglich.
Folie
Am häufigsten wird in Privatgärten PVC-Folie verbaut: Sie ist erschwinglich, lässt sich relativ leicht verarbeiten, passt sich jedem Untergrund an und hält 15 bis 20 Jahre lang dicht. Mit einfachen Folienflicken und Spezialkleber lässt sich jedes Leck leicht wieder schließen. Teichfolien gibt es im Fachhandel direkt von der Rolle in unterschiedlichen Stärken. Wer lange Freude am eigenen Feuchtbiotop haben möchte, sollte auf jeden Fall 1-mm-Folie benutzen.
Beton und Kunststoff
Mit Beton bauen empfiehlt sich nur, wenn Sie den Teich fürs Leben planen. Das unverwüstliche Material hält sowohl jeder Witterung als auch dem Zahn der Zeit stand – allerdings brauchen Sie schon einen Presslufthammer, um das Becken aus Beton wieder loszuwerden. Wichtig: den Untergrund vor dem Füllen mit einem wasserfesten und fischverträglichen Anstrich versiegeln! Wer ganz rasch ans eigene Ufer will, ist mit einem fertigen Kunststoffbecken gut bedient. Die bruchsicheren Schalen haben eine ähnliche lange Lebensdauer wie Folien, allerdings sind Sie dabei auf handelsübliche Formen angewiesen. Vor allem für kleine Teiche sind sie aber eine tolle Lösung.
Wichtiges Zubehör
Ob groß, ob klein, der Aushub will entsorgt sein. Am besten machen Sie gleich ein schönes Ufer draus, bei dessen Gestaltung Sie sich an Vorbilder aus der Natur halten sollten – schließlich wollen Sie sich ja Gäste von dort einladen.
Ob Fische oder nicht ist Geschmackssache – es muss ja nicht gleich der Koi sein. Klares Wasser aber ist in jedem Fall Pflicht. Pflanzen wie Schilf, Wassersimse und Gelbe Schwertlilie wirken als natürliche Reinigungskräfte, auf gute Filter sollten Sie dennoch nicht verzichten. Wasser lockt Leben, aber organisches Material kann zu verstärktem Algenwuchs und schlammigen Ablagerungen führen. Nur, wenn das empfindliche Gleichgewicht im Biotop gewahrt bleibt, kann Ihre Oase im Garten blühen und gedeihen.