Elektrik modernisieren Machen Sie den E-Check!

Elektrogeräte in Küche
Nicht nur in der Küche gibt es heutzutage viel mehr Elektrogeräte als früher. Foto: 123RF/Serghei Starus

Kein Elektrogerät funktioniert ewig und ein Defekt birgt ein großes Sicherheitsrisiko. Sie sollten deshalb Waschmaschine, Fernseher, Lampen & Co. wie auch die gesamte Elektroinstallation regelmäßig überprüfen – am besten mit einem sogenannten E-Check. Den nehmen qualifizierte Innungsbetriebe der Elektrobranche bei Ihnen zu Hause vor.

So funktioniert der E-Check

Beim E-Check kontrolliert ein Fachmann, ob Geräte und Elektroanlage im Sinne der einschlägigen VDE-Bestimmungen in ordnungsgemäßem Zustand sind. Wenn ja, wird das durch die E-Check-Prüfplakette bestätigt. Das Prüfprotokoll nennt auch eventuell noch zu behebende Mängel. Über den reinen Check hinaus bieten die Profis auch eine Energieberatung an, finden also für Sie heraus, wie Sie Energie sparen können.

Geprüft werden die Leitungen in der Wand, Steckdosen, Sicherungen und Schutzeinrichtungen gegen Blitzschlag und Überspannung – und natürlich alle Geräte von der Kaffeemaschine über die Hifi-Anlage bis hin zum Bügeleisen. Die Kosten richten sich nach der Größe der Anlage und der Anzahl der Geräte. Für eine normale Drei-Zimer-Wohnung müssen Sie mit 150 bis 200 Euro rechnen. Für die genauen Kosten sollten Sie den Elektromeister um ein konkretes Angebot bitten. Der Zeitaufwand richtet sich dann nach dem Umfang der Prüfung. Er variiert zwischen wenigen Stunden und – etwa bei gewerblichen Betrieben – mehreren Tagen.

Gehen Sie auf Nummer sicher

Wichtig zu wissen: Wenn bei Ihnen zu Hause häufiger die Sicherung rausspringt, ist vermutlich die Leitung überlastet – in älteren Gebäuden keine Seltenheit. Heutzutage müssen Leitungen und Stromkreise viel mehr Geräte verkraften als vor drei, vier Jahrzehnten. Eine dauerhaft überlastete Elektrik kann ebenso Brände auslösen wie Mehrfachsteckdosen als Notbehelf. Wer ohnehin eine größere Modernisierung plant, sollte die Elektrik gegebenenfalls gleich mit in Angriff nehmen. Die Kosten hängen naturgemäß von den individuellen Gegebenheiten ab. Zwischen 50 bis 80 Euro je Quadratmeter kalkuliert der Verband Privater Bauherren.

Übrigens: Um die konkrete Anzahl von Stromkreisen, Steckdosen, Beleuchtungs- und Kommunikationsanschlüssen zu planen, bieten die Ausstattungswerte des Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung eine gute Orientierung. Eine praktische Hilfe ist auch der digitale Raumplaner der Initiative Elektro+.