Fassade streichen Frischer Anstrich in nur 7 Schritten

Fassaden in gelb
Egal ob bunt oder schlicht – eine gepflegte Fassade wertet das Gesamtbild auf. Foto: iStockphoto/elxeneize

Eine Hausfassade muss viel aushalten. Über das Jahr gesehen setzen ihr Regen, Frost, Wind und Sonne ordentlich zu. Das führt nicht selten zu kleinen Rissen im Putz. Auch die Farbe verblasst oder platzt stellenweise ab. Ungefähr alle zehn Jahre wird es Zeit für einen frischen Anstrich. Geübte Heimwerker schaffen das auch in Eigenregie, sofern sie einige wichtige Punkte beachten.

Schritt 1: Planung des Vorhabens

  • Der zeitliche Aufwand für den neuen Anstrich ist nicht zu unterschätzen. Planen Sie nicht nur das Streichen an sich ein, sondern auch die Reinigungs- und Ausbesserungsarbeiten sowie Trockenzeiten.
  • Beim Streichen sollte es trocken sein und im Idealfall sollten Temperaturen zwischen 10 und 25 Grad herrschen. Ist es wärmer, trocknet die Farbe möglicherweise zu schnell.

Schritt 2: Auswahl der Farbe

  • Welcher Farbton darf’s sein? Prüfen Sie vorab, ob es in Ihrer Gemeinde Vorschriften bezüglich der farblichen Gestaltung gibt. Im Zweifelsfall ist es empfehlenswert, sich mit einer schriftlichen Genehmigung abzusichern.
  • Die Farbe sollte von guter Qualität sein. Hier zu sparen, zahlt sich am Ende nicht aus. Üblicherweise werden für den Fassadenanstrich Silikatfarben, Kaseinfarben, Lotusfarben oder Dispersionsanstriche verwendet. Informieren Sie sich am besten beim Fachhändler oder im Baumarkt, welcher Farbtyp sich für Ihre Fassade eignet.
  • Um die Putzfassade zukünftig bestmöglich zu schützen, können Sie der Farbe Fungizid oder Algizid beimischen. Es handelt sich dabei um Konzentrate, die der Bildung von Schimmel und Algen vorbeugen.

Schritt 3: Prüfung der Fassade

  • Streichen Sie mit der Hand über die Fassade. Blättern Putz oder Farbe ab, müssen Sie die betroffenen Stellen ausbessern. Tipp: Sie können die Tragfähigkeit der Fassade auch ganz einfach mit einem Klebeband testen. Ritzen Sie dazu eine kleinere Fläche mit dem Cuttermesser vorsichtig ein. Kleben Sie dann das Klebeband, zum Beispiel Malerkrepp, fest auf die Stelle. Bleiben beim Abreißen Teile vom alten Anstrich haften, ist der Untergrund nicht mehr in Ordnung und muss ausgebessert werden.

Schritt 4: Vorbereitung des Untergrunds

  • Entfernen Sie Schmutz, Moos, Algen und abgeblätterte Farbe mit einer Bürste und Wasser oder mit einem Hochdruckreiniger.
  • Schlagen Sie porösen Putz vorsichtig ab und tragen Sie an diesen Stellen neuen Putz auf. Finden Sie kleinere Risse, können Sie diese mit Füllspachtel aus dem Baumarkt ausbessern. Wichtig: Besorgen Sie Spachtelmasse, die sich für den Außenbereich eignet.

 Schritt 5: Abkleben

  • Kleben Sie Fenster, Türen, Außenleuchten, Klingelschilder etc. mit Hilfe von Klebeband und Folie ab. Auf diese Weise schützen Sie sensible Stellen vor Farbspritzern.

Schritt 6: Saugfähigkeits-Test

  • Muss der Fassadenuntergrund grundiert werden? Das können Sie ganz einfach testen, indem Sie eine Stelle mit Hilfe eines Schwamms nass machen. Wenn die Feuchtigkeit in die Fassade einzieht, müssen Sie eine Grundierung auftragen. Die bekommen Sie im Fachhandel oder Baumarkt. Lassen Sie den Tiefengrund gut trocknen, bevor Sie im nächsten Schritt die Fassadenfarbe auftragen.

 

Mann streicht Fassade
Manche Stellen sind mit der Rolle schwer erreichbar. Hier einen Pinsel benutzen. Foto: iStockphoto/lisafx

Schritt 7: Streichen

  • Voranstrich: Verdünnen Sie die Farbe für den Voranstrich mit 10 Prozent Wasser. Beginnen Sie mit dem Anstrich an den Ecken und Winkeln der Fassade. Tipp: Das geht am besten mit einem Malerpinsel. Für große Flächen eignet sich eine Rolle.
  • Zwischenanstrich: In manchen Fällen ist ein Zwischenanstrich nötig. Beachten Sie in jedem Fall die Trocknungsangaben des Herstellers.
  • Endanstrich: Tragen Sie die unverdünnte Farbe mit der Farbrolle erst in Längsrichtung, dann quer und zum Abschluss noch mal längs auf. Wichtig: Arbeiten Sie zügig und vermeiden Sie lange Trocknungszeiten. Denn nass in nass gerollt erzielen Sie die höchste Deckkraft und stellen sicher, dass die Fassade auch in den nächsten Jahren wie frisch gestrichen aussieht.