Energetisch modernisieren
Wer seine Immobilie auf Energiesparen trimmt, spart auf die Dauer nicht nur Bares. Er verbessert auch die Bausubstanz und schützt die Umwelt. mehr
Wer ein Fertighaus bauen möchte, sollte verschiedene Hersteller vergleichen – indem er die richtigen Fragen stellt.
Bietet der Bauträger einen Festpreis?
Auch im Fertighaus-Segment hat sich eine Festpreisgarantie durchgesetzt – zumindest bei den Unternehmen des Bundesverbands Deutscher Fertigbau. So können Sie den Finanzierungsbedarf genau kalkulieren. Achten Sie darauf, dass alle Leistungen, auf die sich die Festpreisgarantie bezieht, detailliert in einer Bau- und Leistungsbeschreibung aufgelistet sind, und erfragen Sie, wann die Zahlungen erfolgen sollen – etwa nach den jeweiligen Baustufen wie Bauantrag, Aufstellen oder Übergabe.
Welche Zusatzleistungen sind drin?
Es müssen ein Bauantrag gestellt, der Baugrund untersucht, das Grundstück erschlossen, das Baumaterial transportiert werden. Klären Sie, welche Aufgaben das Unternehmen übernimmt und gegebenenfalls dafür berechnet. Falls Sie einen Keller wollen und der Bauträger das anbietet: Lassen Sie sich genau auflisten, wie teuer Aushub, Befestigungsmaßnahmen, Entsorgung des Erdreichs usw. sind.
Wie lange dauert die Gewährleistung?
Der Anbieter gewährt oft überhaupt keine oder nur eine zweijährige Gewährleistung. Vor allem bei sehr günstigen Angeboten sollten Sie vorsichtig sein. Ideal ist es, wenn der Bauträger eine Frist von fünf Jahren einräumt – und zwar auf alle Bauteile. Unterschiedliche Fristen auf Fertigteile einer- und sonstige Bauteile andererseits sollten Sie nicht akzeptieren.
Sind Referenzobjekte zu besichtigen?
Ihr künftiger Baupartner sollte Ihnen eine Liste mit mindestens drei oder vier Referenzobjekten aushändigen können. Nehmen Sie Kontakt mit den Kunden auf und fragen Sie nach etwaigen Mängeln und der Zusammenarbeit mit dem Anbieter. Sind die Referenzobjekte schon rund fünf Jahre alt, erhalten Sie auch gleich Auskunft über die Qualität des Hauses.
Was kosten Extrawünsche?
Viele Unternehmen bieten denselben Haustyp mit unterschiedlicher technischer Ausstattung an, etwa andere Heizungssysteme. Ebenso kann das Haus um Extras wie Erker, Balkone oder dreifach verglaste Fenster erweitert werden. Fragen Sie den Anbieter, ob auch er Extrawünsche erfüllt – und welche Zuschläge er dafür berechnet.
Gibt es das Haus in einer Ausbaustufe?
Wer selber mit anpacken will, kann mit der „Muskelhypothek” bis zu 10 Prozent der Finanzierungssumme sparen. Fragen Sie den Anbieter, ob er sogenannte Ausbauhäuser im Programm hat, bei denen man Aufgaben wie das Dämmen und Verkleiden der Dachschrägen, Maler- und Tapezierarbeiten, oder Einbau von Bodenbelägen selber erledigen kann.
Wie ist der Qualitätsstandard?
Der Anbieter sollte alle Bauteile, Hersteller und Preise spezifizieren. Selbstverständlich müssen gerade im Hinblick auf die späteren Nebenkosten Bauteile wie Fenster, Haustüren und Außenwände die Normen der Wärmeschutzverordnung erfüllen, besser noch unterschreiten.
Wie viel Erfahrung hat der Anbieter?
Beim Hausbau sollten Sie auf einen Partner setzen, der bereits seit einigen Jahren erfolgreich tätig ist und einen guten Ruf hat. Zudem sollte der Anbieter Mitglied in anerkannten Fachverbänden wie dem eingangs erwähnten Bundesverband Deutscher Fertigbau oder der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau und Träger eines entsprechenden Prüfsiegels sein.
Welche Sicherheiten werden geboten?
Um einem eigenen finanziellen Desaster vorzubeugen, ist es zwingend nötig, dass der Anbieter Ihnen ein Ausfallrisiko zusichern kann, falls er pleitegeht oder Insolvenz anmeldet. Dafür sollte er am besten eine Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsbürgschaft bei einer Bank abschließen. Damit sind Sie auf der sicheren Seite, denn im Ernstfall würde die Bank alle Forderungen erfüllen.
Deutschlandweit gibt es Musterhaus-Ausstellungen, wo Hersteller ihre Hausmodelle präsentieren. Einige Ausstellungen können Sie vorab im Internet besuchen – zum Beispiel:
www.unger-park.de
www.musterhaus-online.de
www.fertighauswelt.de