Holzheizungen bieten gegenüber Öl- und Gasheizungen gleich zwei Vorteile: Sie sind umweltschonender und sie sparen Kosten.

Heizen mit Holz erfreut sich weiter wachsender Beliebtheit. Der Grund dafür dürfte vor allem in den steigenden Kosten für fossile Brennstoffe liegen. So stieg etwa der Heizölpreis Mitte Juni auf einen bundesweiten Durchschnitt von nahezu 80 Cent pro Liter. Doch nicht jedem geht es nur ums Geld. Immer mehr Menschen wollen gleichzeitig ihren Beitrag zum Umweltschutz und zur Reduzierung des Treibhauseffektes leisten. Eine Möglichkeit, Sparen und Schützen zu verbinden, ist die Installation einer Biomasseheizung, denn die arbeitet weitgehend klimaneutral. Das heißt: Bei der Verbrennung des Holzes wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Baum seinerzeit aus der Luft gespeichert hat.

Diese Formen gibt es

Holz zum Heizen wird in Form von Hackschnitzeln, Scheitholz oder Pellets angeboten. Für alle gilt: Der Feuchtegehalt des Holzes muss möglichst gering sein, sonst leidet der Heizwert. Außerdem lässt sich trockenes Holz sauberer verbrennen als feuchtes. Bei Hackschnitzeln sollte die Restfeuchte nicht über 30 Prozent liegen, bei Scheitholz idealerweise bei 20 Prozent. Nur dann erzielen drei Kilogramm Holz ungefähr die Wärmemenge von einem Liter Heizöl. Den höchsten Heizwert haben Holzpellets: Bei 10 Prozent Restfeuchte bringt es ein Kilogramm auf die Heizleistung von etwa 0,5 Liter Heizöl. Je nach Biomasse gibt es unterschiedliche Heizungstypen.

Heizen mit Hackschnitzeln

Hackschnitzel sind ein Abfallprodukt, das für die Herstellung von Holzprodukten nicht mehr benötigt wird. Es fällt etwa beim Zerteilen von Baumstämmen an. Das Material wird meist frei Haus geliefert und dort in einen trockenen Lagerraum gefüllt. Die Lagerfläche muss im Vergleich etwa zu Pellets deutlich größer ausfallen: Als Richtwert gelten ca. 1,6 bis 2 Quadratmeter pro Kilowatt für den Jahresbedarf. Wirtschaftlich sinnvoll ist der Einsatz von Hackschnitzeln in Heizungsanlagen mit einer Leistung von mindestens 20 kW und wenn vor Ort entsprechende Bezugsmöglichkeiten des Brennmaterials vorhanden sind. Investition: 24.000 Euro. Ersparnis: 2.466 Euro im Jahr. Förderung: 1.000 Euro pro Anlage. Amortisation: 10 Jahre.

Heizen mit Scheitholz

Wer günstig an Scheitholz kommt, kann einen Stückholzkessel erwägen. Scheitholz gibt es auch fertig gespalten, ist dann aber teurer. Wichtig: Es müssen entsprechende Lagermöglichkeiten für die Holzscheite vorhanden sein – am besten an einem luftigen und geschützten Ort. Entscheidend für eine saubere und umweltschonende Verbrennung ist, dass das Holz einen Feuchtegehalt von höchstens 20 Prozent hat.

Mit einem entsprechenden Messgerät können Sie den Feuchtegehalt ganz einfach ermitteln. Scheitholzheizungen lassen sich übrigens hervorragend mit Öl- und Gasheizungen, aber auch mit Solaranlagen kombinieren. Investition: 15.000 Euro. Ersparnis: 2.183 Euro im Jahr. Förderung: 1.000 Euro pro Anlage. Amortisation: 7 Jahre.

Heizen mit Pellets

Das Heizen mit den kleinen gepressten Holzstückchen aus Hobelspänen, Sägemehl oder anderem Restholz erfreut sich wachsender Beliebtheit. Gründe dafür sind der hohe Heizwert, der günstige Preis und die einfache Handhabung der Pellets. Für die Lagerung des Jahresvorrats reicht die Fläche eines „normalen“ Öltankraums. Pellets können aber auch in unterirdischen Tanks und sogenannten Sacksilos lagern. Pellets-Zentralheizungen lassen sich auch nachträglich einbauen. Perfekt ist die Kombination mit einer Solaranlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung. Investition: 15.000 Euro. Ersparnis: 1.840 Euro im Jahr. Förderung: mindestens 2.000 Euro pro Anlage. Amortisation: 8 Jahre.

 

Die jeweiligen Investitionskosten beziehen sich auf die Installation einer Heizungsanlage für einen Altbau mit einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern. Heizkostenersparnis und Amortisation der Anlage sind im Verhältnis zu einer vergleichbaren Öl-Zentralheizung angegeben, wobei ein Preis von 80 Cent pro Liter Öl und ein Jahresverbrauch von 4.500 Litern zugrunde gelegt wurden. Mögliche staatliche Förderungen sind nicht berücksichtigt, so dass sich die Anlagen auch schneller bezahlt machen können. Vor allem bei Verwendung von Scheitholz ist allerdings eine gute und vor allem günstige Bezugsquelle entscheidend, da hier die Preise in jüngerer Vergangenheit stark angestiegen sind. Auch sollte man sich bei der Installation einer entsprechenden Heizungsanlage klarmachen, dass die Befüllung im Unterschied zu Pellets und Hackschnitzeln manuell erfolgen muss.

 

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