Dekorative Fassadenprofile verleihen Häusern das gewisse Etwas. Dabei sind Schmuckelemente aus stabilem Kunststoff besonders leicht zu montieren.

Schloss Cammin in Brandenburg, das Fünf-Sterne-Hotel „Villa Kennedy“ in Frankfurt am Main und ganze Straßenzüge in Bremen haben in den vergangenen Jahren eine hübsch verzierte Fassade bekommen. Die meisten Betrachter werden die Ornamente, Fenstereinfassungen und Rundbögen an den Gebäuden für Stuck halten, doch tatsächlich wurde Kunststoff verwendet. Im Unterschied zu Verzierungen aus Mörtel oder aus Stein haben diese Fassadenprofile kaum Gewicht und können deshalb einfach angebracht werden. Das macht die Kunststoffelemente auch für Hausbesitzer interessant, die mit vergleichsweise wenig Aufwand die schlichte Fassade ihres Heims verschönern möchten.

Akzente setzen

Geschwungene Rundbögen, Traufgesimse oder ein verspielter Schlussstein: Der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Vor allem an Fenstern, Türen und Hausecken lassen sich mit den leichten, aber stabilen und witterungsbeständigen Elementen tolle Effekte erzielen. Die Hersteller der Profile haben eine Vielzahl von Formen im Sortiment und bieten auch Sonderanfertigungen an, etwa wenn eine Fassade nach historischem Vorbild gestaltet werden soll. Ob ein paar Akzente reichen oder alles komplett umgestaltet werden soll, bleibt dem Geschmack des Hausbesitzers überlassen.

Kunstvolle Täuschung

Die Profile lassen sich auf fast jeder sauberen, trockenen Oberfläche anbringen

und zum Beispiel auch mit Strukturputz oder Klinker gut kombinieren. Damit sie möglichst authentisch aussehen, sind die Oberflächen oft bearbeitet. Der Fassadenschmuck aus Kunststoff ist mit Quarzsand oder anderen Materialien beschichtet und optisch deshalb kaum von echtem Stuck zu unterscheiden. Die Elemente lassen sich einfach mit einem Spezialkleber an der Außenwand befestigen. Nur für größere und schwerere Teile wie zum Beispiel Dachgesimse sind Dübel nötig.

Optimale Einsatzmöglichkeiten

Die Verzierungen eignen sich für Neubauten, können aber auch nachträglich angebracht werden, zum Beispiel wenn die Fassade ohnehin saniert werden muss. Großes Plus: Profile aus Kunststoff lassen sich auch auf einer gedämmten Außenwand, etwa einem Wärmedämmverbundsystem, anbringen. Das ist bei Stuck und Steinverzierungen deutlich schwieriger. Damit Regenwasser optimal abfließt, haben größere Profile zudem auf der Oberseite einen Neigungswinkel und an der Unterseite eine Tropfkante.

Bevor es losgeht

Welche Profile sich am besten eignen, weiß der Maler Ihres Vertrauens. Er kann für das jeweilige Objekt Vorschläge zusammenstellen und Tipps zur passenden Wandfarbe geben. Aber: Bevor es losgeht, sollten sich Hausbesitzer beim Bauamt erkundigen, ob sie eine Genehmigung für die Umgestaltung brauchen. Falls die Stadt Profile verbietet, hilft vielleicht ein optischer Trick: Mit unterschiedlich hellen Farben und etwas Putz lassen sich ähnliche Effekte erzielen. Das ist zwar nicht ganz so schön wie Profile, aber noch günstiger!