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Akkuschrauber

Lohnt sich die Anschaffung eines Kompakt-Akkuschraubers?

Kompaktschrauber sind handliche Helfer.
Allzeit bereit: Auch für den mobilen Einsatz ist das Mini-Werkzeug perfekt geeignet. Foto: Bosch

Klein, handlich, leicht: Kompaktschrauber sind vielseitige Helfer. Und sie arbeiten selbst da, wo ihre großen Brüder längst nicht mehr hinkommen.

Manchmal darf es getrost etwas kleiner sein: Wann immer an Möbeln, Computern oder Modellbauteilen schwer zugängliche Schraubverbindungen hergestellt werden sollen, schlägt die Stunde der kompakten Akkuschrauber. Anders als ihre großen „Brüder“ sehen die Zwerge zwar eher wie Spielzeug aus, leisten aber auf knappem Raum ganze Arbeit.

Viele Modelle haben zudem praktische Zusatzfunktionen. Beispielsweise eine eingebaute LED-Leuchtdiode, die den Arbeitsbereich erhellt. Spezielle Winkelaufsätze, mit denen man sogar „um die Ecke” schrauben kann. Oder Exzenteraufsätze, die bei verwinkelten Küchenmöbeln das randnahe Versenken oder Lösen von Schrauben erlauben.

Die Leistung hängt vom Akku ab

Im Unterschied zu gewöhnlichen Akku-Bohrschraubern sind die Akkus der Kompakten meist nicht zum Aufstecken konzipiert, sondern fest mit dem Gerät verbunden. Das bedeutet, dass der gesamte Schrauber zum Aufladen in die Ladestation muss. Wie lange, hängt auch von der Wahl des Akkus ab. Denn hier stehen verschiedene Akkuvarianten zur Verfügung:

Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion)

Gewissermaßen die Königsklasse vor allem hochwertiger Markengeräte. Ihr Vorteil: Selbst wenn die Schrauber längere Zeit ungenutzt im Schrank liegen, findet keine Selbstentladung statt. Auch den berüchtigten Memory-Effekt, also den langsamen Kapazitätsverlust herkömmlicher Akkubatterien, kennen Lithium-Ionen-Akkus nicht. Auch sind sie in der Regel kleiner, weshalb sie sich sehr gut für besonders kleine Kompaktschrauber eignen. Die mit diesen Akkus ausgestatteten Geräte sind allerdings deutlich teurer.

Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd)

Diese Akkus sind äußerst robust und besitzen eine sehr hohe Temperaturtoleranz. Selbst bei Minusgraden arbeiten sie noch gut. Aufgrund ihrer hohen Leistungsfähigkeit werden sie auch in anderen (professionellen) Akkugeräten eingesetzt. NiCd-Akkus lassen sich sehr oft neu laden. Allerdings leiden sie unter dem Memory-Effekt, verlieren also an Kapazität, wenn nicht vollständig entladene Akkus wieder ans Netz kommen. Deshalb: Immer „leermachen“. Da sie das giftige Schwermetall Cadmium enthalten, sind NiCd-Akkus nur noch in Elektrowerkzeugen erlaubt. Hier wird mit einem Verbot in der zweiten Jahreshälfte 2010 gerechnet.

Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMh)

Die Lebensdauer von NiMh-Akkus liegt mit etwa 500 Ladungs-Entladungszyklen zwar unter der von NiCd-Akkus, doch dafür tritt bei ihnen der Memory-Effekt sehr viel schwächer auf. Zwar werden sie mit der Zeit träger, doch durch Auf- und Entladen kommen sie wieder in Schwung. NiMh-Akkus mögen überhaupt keine Minustemperaturen. Auch vollständige Entladung bestrafen sie mit Kapazitätsverlust. Qualitativ stehen sie in etwa zwischen Li-Ion- und NicD-Akkus.

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