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Staatliche Förderung

Wie funktioniert die Einspeisevergütung bei Solarstrom?

Mit Solarstrom lässt sich Geld verdienen. Foto: Wagner Solar
Mit Solarstrom lässt sich Geld verdienen. Foto: Wagner Solar

Eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach lohnt sich – trotz der jüngsten Förderkürzungen. Denn dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gibt es zurzeit pro selbst erzeugter Kilowattstunde (kWh) Solarstrom eine Einspeisevergütung von 28,74 Cent/kWh.

Die immense Kraft der Sonne wird für viele Eigenheimbesitzer immer attraktiver, denn die Kosten für die Nutzung herkömmlicher Energiequellen wie Gas oder Öl dürften in Zukunft weiter steigen. Außerdem sorgt der Staat mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) dafür, dass sich die eigene Photovoltaikanlage für Hausbesitzer lohnt.

Die auf dem privaten Dach erzeugte Energie kann nämlich komplett ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden – und wird für ab Januar 2011 in Betrieb genommene Anlagen mit 28,74 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Wer sich eine Photovoltaikanlage aufs Dach stellt, dem garantiert der Staat diesen Betrag für die nächsten 20 Jahre. Das schafft Planungssicherheit. (Für ältere Anlagen gelten abweichende Förderungen.)

Staatliche Förderung

Auch bei der Finanzierung Ihrer hauseigenen Stromfabrik können Sie auf staatliche Fördermittel etwa der KfW Privatkundenbank zugreifen. Wichtig: Der KfW-Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt werden. Bei der Antragstellung steht Ihnen Ihre Hausbank zur Seite.

Auf Ihren selbst erzeugten Strom bleiben Sie in keinem Fall sitzen: Die Energieversorgungsunternehmen sind laut EEG dazu verpflichtet, den Strom aus Photovoltaikanlagen abzunehmen und entsprechend zu vergüten. Ein Einspeisevertrag mit dem Energieversorger ist dafür seit 2009 nicht mehr zwingend vorgeschrieben.

Vergütung vom Netzbetreiber

Der Anschluss einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage muss allerdings beim Betreiber des örtlichen Stromnetzes angemeldet werden. Üblicherweise erledigt das der Elektroinstallateur, der die Anlage ans Netz anschließt. Zur Bemessung der Anlagenleistung gilt die Nennleistung der Photovoltaikmodule.

Der zuständige Energieversorger muss den bestehenden Netzanschluss entsprechend ausbauen, so dass Ihr privat erzeugter Strom – bis zu einer Leistung von 30 kWp – auf jeden Fall eingespeist werden kann. Die erzielen Stromerträge werden Ihnen dann vom Energieerzeuger gutgeschrieben.

Die Anlage macht sich bezahlt

Solarstrom, den Sie nicht in das öffentliche Stromnetz einspeisen, sondern selbst nutzen, wird ebenfalls vergütet, allerdings mit einem geringeren Betrag. Der liegt z.B. für eine Photovoltaikanlage bis zu 30 kW seit Januar 2011 bei 12,36 Cent pro Kilowattstunde (bis 30 Prozent Eigenverbrauchsanteil) bzw. 16,74 Cent pro Kilowattstunde (bei einem Eigenverbrauchsanteil von mehr als 30 Prozent). Sie brauchen dafür einen Zweirichtungszähler, der vom Netzbetreiber zur Verfügung gestellt wird.

Das Sonnenkraftwerk auf dem Dach macht sich auf jeden Fall langfristig bezahlt. Zurzeit liegen die Kosten einer Anlage bei rund 2.546 Euro pro kWp Leistung. So geht eine Anlage mit 3 kWp für etwa 7.638 Euro ans Netz und generiert durchschnittlich rund 2.581 kWh pro Jahr. Damit erwirtschaftet der Betreiber bei einer Vergütung von 28,74 Cent pro kWh ca. 630 Euro pro Jahr. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren ergibt das eine Summe von 12.610 Euro.

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