Sturmschäden, Brand, Vandalismus oder Unfälle während der Bauzeit – wer ein Haus oder eine Wohnung baut oder kauft, sollte für jeden Fall gut versichert sein.

Damit der Traum vom Eigenheim nicht mit einem bösen Erwachen endet, ist die Wahl der richtigen Versicherungen für alle Eigentümer ein wichtiger erster Schritt. Denn die finanziellen Folgen eines Schadensfalls sind häufig beträchtlich und belaufen sich schnell auf mehrere tausend und sogar zehntausend Euro.

Zunächst einmal ist es wichtig, diejenigen Risiken abzudecken, die den Immobilieneigentümer oder seine Familie in den finanziellen Ruin treiben können. Das ist besonders dann wichtig, wenn die Immobilie noch im Bau oder noch nicht vollständig abbezahlt ist. Dazu zählen folgende Versicherungen:

  • Haftpflichtversicherung, bzw. Bauherren-Haftpflichtversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Risiko-Lebensversicherung

Erst im zweiten Schritt geht es um den Schutz des Haus- und Grundbesitzes selbst:

  • Wohngebäudeversicherung: Ersetzt im Schadensfall die Bausubstanz und Haustechnik bei Brand-, Sturm-, Wasser- und Hagelschäden.
  • Hausratversicherung: Ersetzt im Schadensfall (etwa bei Diebstahl oder Vandalismus) den kompletten Haushalt zum Neuwert.
  • Bauleistungsversicherung: Absicherung sowohl gegen Diebstahl fest eingebauter Teile als auch Beschädigungen an der Bausubstanz und den Baumaterialien während der Roh-, Aus- und Umbauphase.

Daneben empfehlen sich folgende Versicherungen, sofern sie für den Bauherren oder Immobilieneigentümer relevant sind:

  • Bauhelfer-Unfallversicherung: Obligatorische Absicherung für Freunde oder Verwandte, die am Bau mithelfen. Muss spätestens eine Woche nach Baubeginn bei der örtlichen Bau-Berufsgenossenschaft abgeschlossen werden – sonst droht ein Bußgeld.
  • Gewässerschadenversicherung: Für Besitzer von Öltanks, gegen die mitunter enormen finanziellen Folgen austretenden Heizöls.
  • Haus- und Grundstücksbesitzer-Haftpflicht: Für Vermieter, gegen die Folgen von Schäden, die Dritte (z. B. Mieter) durch den Haus- und Grundbesitz des Vermieters erleiden.
  • Elementarschadenversicherung: Für Besitzer von Gebäuden in Gefahrengebieten, gegen die Folgen von Erdrutschen, Überschwemmungen und anderen Naturgewalten.

Wohnen-Tipp: Erst wenn diese elementare Absicherung vorhanden ist, sollten sich Bauherren und Wohneigentümer Gedanken um einen erweiterten Versicherungsschutz, etwa eine private Altersvorsorge oder eine zusätzliche Krankenversicherung, machen.