| 0 Comments
Wenn Flüsse über die Ufer treten, kann das schwere Schäden nach sich ziehen. Foto: Postbank

Mit überschaubarem Aufwand können Hausbesitzer ihr Eigenheim effektiv gegen die Folgen von Starkregen schützen.

Die Flutkatastrophe, die im Sommer Teile von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz heimgesucht hat, führte auf dramatische Weise vor Augen, mit welchen Folgen des Klimawandels wir auch in Deutschland rechnen müssen.

Mehr als hundert Menschen verloren ihr Leben, mehrere Tausend Haus, Hab und Gut, als Bäche und Flüsse wegen anhaltenden Starkregens über die Ufer traten und ganze Städte überschwemmten. Die Schäden werden nun teils durch staatliche Hilfen und private Spenden, teils durch Versicherungen reguliert – sofern die Betroffenen eine Police gegen Elementarschäden abgeschlossen hatten.

Flutschäden verhindern: Gebäude anpassen

Für die Zukunft raten Experten, die Städtebau- und Infrastrukturplanung in Gefahrengebieten an das erhöhte Risiko anzupassen. Das gilt auch für Gebäude von Privatpersonen, die in diesen Gegenden wohnen – und generell für Hausbesitzer, die ihr Eigenheim vor Starkregenschäden schützen wollen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat ein paar Ratschläge zusammengestellt:

1. Gefährdungspotenzial des Hauses
bzw. des geplanten Hauses durch die Folgen von Starkregen ermitteln

2. Möglichst viele versickerungsfähige Flächen erhalten;
Versiegelung weitgehend vermeiden

3. Mulden- oder Hanglagen meiden;
bei Neubauten das Gebäude höher setzen; gefährdete Bereiche mit Mauern oder Erdwällen ab-schirmen

4. Wasserspeicher wie Zisternen bauen
oder Rigolen anlegen, die Wasser durch einen Schacht und Rohrleitungen in tiefergelegene Bodenschichten ableiten; Teiche und Gründächer können ebenfalls als Wasserspeicher dienen

5. Hausleitungen
durch Rückstauklappe schützen

6. Hauseingänge durch Stufen und Schwellen sichern;
Oberkanten von Kellertreppen oder Lichtschächten 15 Zentimeter über Bodenniveau anlegen

7. Fenster, Türen und Wände abdichten;
ebenso Durchlässe für Strom-, Gas-, oder Telefonleitungen sowie Heizungsrohre

8. Keine Gefahren- oder Giftstoffe
im Keller und niedriggelegenen Gebäudeteilen lagern; Brennstofftanks sicher verankern

Die Investitionen, die mit einem Umbau oder einer Umrüstung einhergehen, sind gut angelegt, wenn das Haus beim nächsten Starkregen trocken bleibt. Über die Finanzierung der Kosten sprechen Sie am besten mit einem Berater vor Ort.