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Solarenergie
Foto: Getty Images

Erneuerbare Energien liegen im Trend, aber die Nachrichten zu Solaranlagen scheinen sich oft zu widersprechen. Für wen lohnt sich die Installation einer Anlage auf dem Dach überhaupt?

Sonnenenergie können wir entweder für die Erzeugung von Solarstrom oder die Produktion von Wärme nutzen. Solarstrom wird mittels einer Photovoltaikanlage erzeugt, dafür werden einzelne Module aus Solarzellen, auf dem Hausdach installiert. Aktuell ist das Erzeugen und Einspeisen in das Stromnetz allerdings wenig lukrativ. Dagegen wird der Eigenverbrauch des produzierten Stroms eine immer interessantere Variante, denn die Preise für Stromspeicher sinken, und mit einer intelligenten Gesamtlösung rechnen sich solche Systeme sehr gut.

Thermische Solaranlagen zur Brauchwassererwärmung beim Einfamilienhaus sind die häufigste und zumeist günstigste Variante einer solaren Nutzung. Bei Investitionskosten von ca. 5.000 € amortisiert sich eine Anlage nach etwa zehn Jahren, vorausgesetzt, man rechnet mit mindestens 20-jähriger Laufzeit ohne größere Leistungseinbußen. Solaranlagen mit zusätzlicher Heizungsunterstützung benötigen mehr Kollektorfläche und möglichst ein Niedertemperatur-Heizsystem wie Fußboden- oder Wandheizung. Diese kosten zwar ungefähr das Doppelte, amortisieren sich aber trotzdem ähnlich schnell. Wenn die grundlegenden Faktoren wie Standort, Dachneigung und -ausrichtung günstig sind und zusätzlich Fördergelder genutzt werden können, lohnt sich die Investition fast immer. Für die Natur und für ein gutes Gewissen ist es unabhängig von den Amortisationszeiten ein Gewinn.