Tomaten und Regen vertragen sich nicht gut – auf diesem Weg wird häufig die Braunfäule übertragen, die der Pflanze dann den Garaus macht. Doch nicht nur die Zucht von Tomaten spricht für ein schützendes Dach über der Pflanze. Im Gewächshaus sprießt und gedeiht es endlich auch im Winter. Dass es nicht unbedingt eine Herkulesaufgabe ist, sich ein solches Haus selbst zu bauen, zeigt unser Leitfaden in sieben Schritten.

Doch bevor Sie sich ans Werk machen, gibt es noch das eine oder andere zu beachten. Erstens: Brauchen Sie eine Baugenehmigung? Je nach Bundesland oder Größe des geplanten Gewächshauses kann das der Fall sein. Fragen Sie besser beim Bauamt nach. Zweitens: Der Standort muss passen. Wollen Sie Lampen oder eine Elektroheizung haben, dann sollten Stromanschlüsse in der Nähe sein. Zum Bewässern brauchen Sie fließend Wasser. Und vergessen Sie nicht die Sonne: Richten Sie das Gewächshaus am besten nach Süden aus. Und achten Sie darauf, dass keine Bäume oder Gebäude Schatten aufs Häuschen werfen – zu keiner Jahreszeit.

Ein Gewächshaus selber bauen: So klappt’s am besten

Eines ist klar: Wenn Sie zwei linke Hände haben oder keinen Spaß an längeren Handwerksarbeiten, dann ist der Bau eines Gewächshauses nicht die beste Idee. Selberbauen ist zwar keine Geheimwissenschaft, erfordert aber etwas Geschick. Und Sie brauchen länger als einen Nachmittag – oder zwei. Für alle, die das vielleicht sogar anfixt, hier die wichtigsten Schritte im Überblick.

Schritt 1: Das Fundament

Für kleinere Gewächshäuser bietet sich ein Stahlrahmen mit Bodenankern an – das ist solide und schnell zu montieren. Äußerst haltbar (und aufwendig) ist ein aus Beton gegossenes Fundament. Eventuell brauchen Sie dabei Hilfe vom Fachmann. Sehr einfach hingegen ist es, das Gewächshaus auf eine gepflasterte oder geflieste Fläche zu stellen – am besten mit einer Bodenverankerung für bessere Stabilität.

Schritt 2: Das Gerüst

Hier haben Sie die Wahl zwischen Holz und Metall. Lärchenholz ist beispielsweise schön robust und damit gut geeignet. Alternativ können Sie auch auf Edelstahl oder Aluminium setzen – beides rostet nicht.

Schritt 3: Das Dach

Achten Sie auf ein spitzes Dach. Damit heizt sich das Gewächshaus im Gegensatz zu einem Flachbau nicht so stark auf.

Schritt 4: Die Belüftung

Wer gut lüftet, senkt die Luftfeuchtigkeit und vermeidet die Bildung von Schimmel. Bauen Sie sowohl an den Seiten als auch im Dach Fenster ein, am besten direkt übereinander. Dann verdrängt die frische Luft von der Seite die alte Luft nach oben.

Schritt 5: Die Verkleidung

Glas ist eine weitverbreitete Lösung: Es hält der Witterung stand und lässt viel Licht durch. Ein beliebtes Material für Eigenbau-Gewächshäuser sind alte Fenster (großes Foto). Aufgrund des hohen Gewichts von Glas muss das Gerüst aber stabil genug sein, um der Masse langfristig standhalten können. Eine Alternative zu Glasscheiben sind Stegplatten aus Kunststoff.

Schritt 6: Die Beleuchtung

Wer das ganze Jahr über Sommergemüse anpflanzen will, braucht neben einer Heizung auch viel Licht. Die wenigen Sonnenstrahlen reichen da in der Regel nicht aus. Baumärkte bieten deswegen Gewächshauslampen mit passendem Lichtspektrum an.

 Schritt 7: Die Bewässerung

Spezielle Bewässerungssysteme gibt es fertig zu kaufen. Zum Beispiel bewässern Nebeldüsen schonend die Ansaaten, Reihentropfer die Einzelpflanzen. Eine Zeitschaltuhr sorgt für regelmäßiges Gießen – selbst im Urlaub.