Ausweis und Kreditkarte, Handy und Urlaubsadresse – ist alles eingesteckt? Und wird der Koffer auch nicht wieder zu schwer? Bevor man in den Urlaub starten kann, muss ziemlich viel bedacht und organisiert werden. Aber auch im Haushalt, den man hinterlässt, sollte man noch einige wichtige Dinge erledigen, damit es bei der Rückkehr keine bösen Überraschungen gibt. Die Yucca-Palme braucht zum Beispiel alle paar Tage Wasser, der Rasen im Garten behält in der Sommersonne sein saftiges Grün auch nicht von allein – und die Schildkröte benötigt regelmäßig ihr Futter. Dazu kommt die Sicherheit: Ist wirklich alles getan, um Einbrecher von Haus oder Wohnung fernzuhalten? Oder um Wetter- und Wasserschäden zu vermeiden? Auch sollte man in der Küche alle Quellen von Schimmel und Gammel in Augenschein nehmen, um nach drei Wochen Idylle nicht sofort wieder mit dem Putzen zu beginnen. Hier unsere Tipps, wie man Wohnung und Haus fit für den Urlaub macht.

Pflanzen gießen: Die Menge macht’s

Was das Gießen angeht, sind Zimmerpflanzen in der Regel wenig anspruchsvoll – nur die Extreme sollte man vermeiden. Die Pflanzen mehrere Wochen auf dem Trockenen zu lassen ist also genauso schlecht, wie ihre Töpfe aus falsch verstandener Vorsorge zu fluten. Die beste Lösung ist es, wenn ein Nachbar oder Freund ein- bis zweimal pro Woche vorbeischaut und gießt. Hat niemand Zeit, sollte man auf eine automatische Bewässerung zurückgreifen.

Wer kümmert sich um die Tiere?

Haustiere brauchen unterschiedlich viel Aufmerksamkeit: Hunde ertragen nur wenige Stunden ohne Frauchen oder Herrchen. Hingegen schaffen es Katzen und erst recht Hasen, Hamster, Fische oder Schildkröten auch längere Zeit allein, zumindest wenn sie genug zu fressen und zu trinken haben. Auch muss ihr Revier ab und an von Unrat gesäubert wird. Für die pflegeleichteren Haustiere reicht deswegen meist eine Person, die regelmäßig nach dem Rechten schaut und Futter gibt.

Wenn Nachbarn oder Freunde keine Zeit haben, kann ein Tiersitterservice die Urlaubsbetreuung übernehmen. Am besten andere Tierbesitzer fragen oder im Internet nach einem Tiersitter in der Nähe suchen.

Wer eine Ganztagsbetreuung möchte, sollte seinen Liebling in einer Tierpension unterbringen. Sie sind häufig vor allem auf Katzen und Hunde ausgerichtet, manche haben auch ein Herz für Kleintiere.

Küche und Bad: Alles leer und sauber?

Alle Mülleimer sollten vor der Abreise geleert werden. Nicht nur der Biomüll muss aus der Wohnung gebracht werden, sondern auch die Plastik­­abfälle (an denen häufig noch organische Reste kleben). Auch der Mülleimer im Bad darf nicht vergessen werden. Besonders im Sommer vermehren sich dort die Bakterien ansonsten im Rekordtempo.

Einige Tage vor der Abreise sollte man einen prüfenden Blick in den Kühlschrank werfen: Was hält auf alle Fälle bis zur Rückkehr durch, was lässt sich einfrieren, was muss schnell weg? Weil Wegschmeißen natürlich eine große Verschwendung ist, verschenkt man am besten Lebensmittel, die man nicht mehr selbst aufbrauchen kann.

Bevor man das Weite sucht, sollte man unbedingt alles waschen, was sich angesammelt hat. So ist dann nach der Rückkehr im Korb ausreichend Platz für die Urlaubswäsche. Und es liegen genug frische Sachen im Schrank.

Einbrecher haben keine Chance

Die meisten Diebe greifen sich nur Sachen, die unkompliziert zu transportieren sind: Bargeld, Technik, Schmuck. Profis wissen zudem genau, wo die beliebtesten Verstecke sind. Schmuck sollte man also möglichst nicht unter die Matratze oder in den Wäscheschrank stopfen – zu naheliegend.

Mitunter sind Diebstähle gut geplant. Einbrecher spionieren mögliche Wohnungen und Häuser vorab aus. Es gibt einige Hinweise, ob jemand zu Hause ist oder nicht. Ein überquellender Briefkasten beispielsweise ist ein sicheres Zeichen für eine längere Abwesenheit. Auch ausgeschaltetes Licht an mehreren Abenden in Folge oder das gepostete Urlaubsfoto auf schlecht geschützten Social-Media-Profilen können den Kriminellen in die Hände spielen. Fragen Sie daher Nachbarn oder Freunde, ob sie regelmäßig den Briefkasten leeren können. Die Privatsphären-Einstellung bei Facebook & Co. hochzufahren, ist sowieso eine gute Idee.