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Klassischer Empfang: Haustür Modell „Amrum“ in Tannengrün, mit gewölbten Klarglas vermittelt friesischen Charme. Foto: Adeco
Klassischer Empfang: Haustür Modell „Amrum“ in Tannengrün, mit gewölbten Klarglas vermittelt friesischen Charme. Foto: Adeco

Die Tür ist der Hingucker jeder Hausfassade. Einladend soll sie sein – schließlich gehen wir hier täglich ein und aus. Doch sie muss auch einbruchhemmend sein, dem Wetter trotzen und dämmen können.

Haustüren heißen Bewohner und Gäste willkommen und verabschieden sie auch. Sie sind der erste und der letzte Eindruck – entsprechend sorgfältig sollten sie ausgewählt werden. Ob Sie ihre Tür dem Stil des Hauses anpassen oder lieber einen attraktiven Kontrast wählen, ist nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmacks, sondern auch der Mode.

Design bis ins Detail

Vom frischen Friesenstil bis zum geradlinigen Bauhaus ist alles machbar – vor allem bei einer Standardhöhe von 2,10 bis 2,30 Meter. Ein- oder zweiflügelig, mit Sprossen, mit geschlossener oder (halb-)transparenter Türfüllung, mit Seiten- oder Mittelverglasung? Sie haben die Wahl. Beliebt sind derzeit dekorative Elemente wie Edelstahl-Applikationen, Intarsien oder handgeschliffene Ornamente und Sandstrahleffekte in Glasfüllungen.

Unterliegt das Haus dem Denkmalschutz, ist die Gestaltungsfreiheit begrenzt. Meistens soll die Originalfassade erhalten bleiben. In diesem Fall sollten sich Eigentümer an die Denkmalbehörde oder direkt an Händler wenden, die auf historische Bauelemente spezialisiert sind (Suchanfrage über www.historische-baustoffe.de).

Material-Wahl

Auf der Höhe der Zeit sollte die Haustür auf jeden Fall in Sachen Wärmedämmung sein (siehe unten). Eine Kombination aus Holz, Aluminium und Kunststoff ist ideal. Holz punktet beispielsweise mit natürlichen Dämmeigenschaften, Aluminium und pflegeleichter Kunststoff sind besonders widerstandsfähig.

Ein guter Kompromiss: Holztüren mit wetterfesten Außenschalen aus Aluminium. Dämmschwächen der leitfähigen Alu-Türen wiederum fangen Kunststoff-Stege zwischen Innen- und Außenseite auf.

Kostenpunkt

Die Kosten für eine neue Haustür können je nach Ausführung und Größe bei 1.000 bis 10.000 Euro liegen. Generell gilt: Es lohnt sich, in hochwertige Oberflächen und mehrschichtige Konstruktionen zu investieren, damit die Wärme stets im Haus und die Fassade lange einladend bleibt.

Die perfekte Wärmedämmung

Die besten Dämmwerte erzielt man mit einem Dämmkern aus Kork oder Polyurethanschaum zwischen Innen- und Außenschale. Je kleiner der U-Wert (sog. Wärmedurchgangskoeffizient), desto geringer ist der Wärmeverlust pro Quadratmeter. Gute Türen sollten einen U-Wert von 1 bis 1,5 erreichen, für Passivhäuser geeignete Modelle schaffen einen U-Wert von 0,6. Aber auch die Dichtung der Türöffnung trägt zur Dämmung und Winddichte bei. Ideal sind zum Beispiel zwei umlaufende Dichtungen oder auch gedämmte Türschwellen, die sich beim Schließen der Tür auf den Boden senken.

Eine Haustür sollte Gäste bei aller Funktionalität freundlich willkommen heißen. Foto: HBI