Zwei Wohnzimmer mit unterschiedlichen Farbkonzepten gegenüber gestellt.

Laut vs. leise

Ob knallige Farben mit richtig viel Pigment oder luftige Pastelltöne mit hohem Weißanteil – das war lange eine Frage des Geschmacks. Die neu entfachte Lust auf Farbe nimmt sich einfach beides und macht aus dem ehemaligen Gegensatzpaar ein perfektes Duo.

Der Mix macht's

Ein Zimmer ganz in Pastell wirkt langweilig und im wahrsten Sinn eintönig, während ein Raum nur in knalligen Farben schnell überfordert und Unruhe erzeugt. Der wahre Zauber entfaltet sich in der cleveren Kombination. Denn sanfte Töne im Hintergund schaffen Atmosphäre und die perfekte Bühne für entschiedene Akzente. Die dürfen dann auch gerne mal richtig laut sein. Wie in unseren Beispielen.

Die Farben

Collage aus Pastellfarben und knalligen Farben dargstellt in übereinander liegenden Kreisen.

1. Pastellfarben wirken mit ihrem hohen Weiß- Anteil sanft und wohnlich. Außerdem passen sie auch immer zueinander. Gerade deswegen finden wir sie aber auch schnell langweilig und mutlos. Außerdem sind sie sehr abhängig vom Lichteinfall und können je nach Tageszeit grau oder gar schmutzig wirken.

2. Knallige Farben sind immer ein Statement. Der hohe Pigmentanteil lässt sie auch in dunklen Ecken strahlen. Wer damit umgehen kann, zeigt Stilbewusstsein und Mut. Doch zu viel des Guten kann auch unruhig oder unentschieden wirken. Eine starke Farbe kann nur leuchten, wenn sie die Bühne dafür hat. Muss sie gegen zu viele andere Farben ankämpfen, verlieren alle.

Verschiedene Räume brauchen verschiedene Lösungen

Die Kombination von Pastelltönen und knalligen Farben ist nicht nur eine Frage des Stils. Vielmehr kann der clevere Einsatz auch funktionale Aufgaben übernehmen. Verschiedene Schattierungen können große Räume unterteilen, bestimmten Bereichen eine eigene Funktion geben und Möbel oder Wände in den Vorder- oder Hintergrund rücken.

Kleine Räume größer wirken lassen

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Helle, pastellige Wände schaffen Raum und Luft, wenn die Decke dann noch etwas heller (Achtung: nicht weiß!) gestrichen ist, wird es noch offener und freundlicher. Dunkle Farben sollten hier möglichst als Akzente eingesetzt werden. Pastelltöne allein wirken sonst schnell schwach und eintönig. Ton in Ton ist auf jeden Fall zu vermeiden, da es zu sehr nach Wohnhauskatalog oder Hotelzimmer aussieht.

Offene Grundrisse strukturieren

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Das Zusammenspiel der Farben unterteilt den Raum in Bereiche fürs Tätigsein sowie für Ruhe und Entspannung. Zugleich erscheint der Raum trotzdem als Einheit, den die wiederkehrenden Farbtöne Grün und Altrosa zusammenhalten. Kräftige Farben können in diesem Ambiente als Akzente gesetzt werden, um die ruhige Farbigkeit der Pastelltöne aufzubrechen. Hier ist es vor allem das strahlende Weiß, das Zonen markiert beziehungsweise voneinander absetzt. Ein mattes, dunkles Grau gibt dem Raum eine gewisse Tiefe und Schwere, die im Kontrast zur verspielten Leichtigkeit der Möbel steht.

Multifunktionale Räume unterteilen

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Das Homeoffice ist im Schlafzimmer, die Spielecke für die Kinder im Wohnzimmer: Tiefe, satte Töne wie ein dunkles Waldgrün oder ein Mitternachtsblau schaffen Fokus und können Arbeitsbereiche wie ein Heimbüro markieren, während der Schlafbereich eher matt und warm gestaltet ist. Die Spielecke ist fröhlich und bunt in einem frischen Gelb oder Grün gehalten, während die Hauptfarbe im Wohnzimmer pastellig-atmosphärisch ist.

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