Terasse mit nassem Holz und Herbstblättern.

Die richtige Pflege für jede Terrasse

Terrassen und Gartenmöbel sind dauerhaft der Witterung ausgesetzt. Welche Pflege Holz, Stein und andere Materialien benötigen, um lange schön zu bleiben, erklären wir Ihnen hier.

Sonne, Regen, Frost und Schmutz hinterlassen mit der Zeit ihre Spuren auf der Terrasse. Holz kann beispielsweise vergrauen, auf Steinbelägen setzen sich gerne Grünbeläge und Moos ab und auch Materialien wie Kunststoff, Metall und Polyrattan bei Gartenmöbeln verlieren ohne regelmäßige Pflege an Ausstrahlung. Wer seine Außenbereiche dauerhaft schön und funktional halten möchte, sollte deshalb auf die richtige Reinigung und Pflege achten.

Collage aus Moos, Erde und altem Laub.
Laub, Moos, Erde und Regenwasser sammeln sich gerne auf der Terrasse oder in ihren Ritzen. Wer seine Terrasse wetterfest machen möchte, sollte diese Verunreinigungen zuerst entfernen.

Besonders jetzt, wo die feuchte und kalte Jahreszeit bald wieder vor der Tür steht. Die richtige Pflege ist dabei abhängig vom jeweiligen Material. Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen, wie Sie Holz, Stein, Beton und weitere Materialien von Schmutz befreien und vor Feuchtigkeit sowie UV-Strahlung schützen können, um ihre Lebensdauer zu verlängern.

Erste Schritte: Aufräumen und abkehren

Collage mit Gartenmöbeln, Erde, Altem Laub und Fugenkratzer.

1. Möbel, Pflanzkübel und Dekoration entfernen: Bevor die eigentliche Reinigung beginnt, sollten Möbel, Pflanzkübel, Sonnenschirme und Dekorationsgegenstände von der Terrasse entfernt werden. So gelangen Sie auch an schwer zugängliche Stellen und können die gesamte Fläche gründlich säubern. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, den Terrassenboden auf Beschädigungen, Verfärbungen oder lockere Elemente zu überprüfen.

2. Groben Schmutz beseitigen: Dazu gehören Laub, Zweige, Erde und andere Ablagerungen, die sich im Laufe der Zeit auf der Terrasse angesammelt haben. Durch das gründliche Abkehren verhindern Sie, dass Schmutz bei der anschließenden Reinigung verteilt wird oder sich dauerhaft auf der Oberfläche festsetzt.

3. Fugen reinigen: Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Fugen zwischen den Dielen oder Platten. In diesen Bereichen sammeln sich häufig Rückstände, die auch Feuchtigkeit anstauen können. Das kann zu Frostschäden oder einer beschleunigten Alterung des Materials führen. Bei Stein- und Betonbelägen begünstigen verschmutzte Fugen die Bildung von Moos und Unkraut. Deshalb sollten Ablagerungen sorgfältig entfernt werden, beispielsweise mit einem Fugenkratzer.

Holz: So bleibt die Terrasse in Form

Reinigungsmittel wählen: Nachdem der grobe Schmutz entfernt wurde, folgt die eigentliche Reinigung der Holzterrasse. In den meisten Fällen reichen Wasser und ein mildes Reinigungsmittel wie Seife oder Spülmittel aus, um Verschmutzungen zu lösen. Aggressive Reiniger sollten vermieden werden, da sie die Holzoberfläche angreifen können.

Gründlich reinigen: Tragen Sie das Reinigungsmittel auf die Terrasse auf und bearbeiten Sie die Dielen anschließend mit einem Schrubber oder einer Bürste entlang der Maserung. So lassen sich Schmutz, Algen und andere Ablagerungen effektiv entfernen, ohne das Holz unnötig zu beanspruchen. Besonders stark verschmutzte Bereiche müssen eventuell mehrfach behandelt werden.

Mit Wasser abspülen: Nach der Reinigung sollten alle Rückstände gründlich mit klarem Wasser abgespült werden. Anschließend benötigt das Holz ausreichend Zeit zum Trocknen. Dieser Schritt ist entscheidend, denn Feuchtigkeit im Holz kann die Wirkung der nachfolgenden Pflege beeinträchtigen. Je nach Witterung kann das vollständige Trocknen ein bis zwei Tage dauern.

Terrassenöl oder Holzlasur auftragen: Beides schützt das Holz vor Feuchtigkeit, UV-Strahlung und anderen Witterungseinflüssen und trägt dazu bei, seine natürliche Optik länger zu erhalten. Der Unterschied: Eine Lasur bildet eine Schutzschicht auf der Oberfläche, während Öl ins Holz einzieht. Tipp: Wer die Dielen vorab anschleift, sorgt für eine bessere Aufnahme.

Collage mit Holzterasse, Holzlasur, Pinsel und Handschuhen.
Um die Holzterrasse vor dem Ergrauen zu schützen, können Terrassenöl oder Holzlasur aufgetragen werden. Wenn man mit Ölen und Lasuren arbeitet, ist es empfehlenswert, die Haut mit einem geeigneten Handschuh zu schützen.

Tipps für Terrassen aus Stein und Beton

Neuer Glanz für alte Platten

Stein ist nicht gleich Stein und Beton sowieso etwas ganz anderes. Worauf Sie jeweils bei der Entfernung von Verschmutzungen achten müssen und wo sich eine Versiegelung oder Imprägnierung empfiehlt, erfahren Sie hier.

Schutz: Versiegeln und imprägnieren

Zusätzliche Schutzbehandlungen können Terrassenplatten wasser- und schmutzabweisender machen. Dafür werden flüssige Schutzmittel auf die Oberfläche aufgetragen. Je nach Behandlung wirken diese unterschiedlich:

Oft reicht es, Fliesen mit Wasser und einem Schrubber oder einer Bürste zu reinigen. Zu speziellen Reinigern sollte nur bei hartnäckigen Verschmutzungen gegriffen werden.
  • Bei einer Versiegelung entsteht auf der Oberfläche der Terrassenplatten eine geschlossene Schutzschicht. Sie hält Schmutz und Feuchtigkeit ab, kann aber auch verhindern, dass aufsteigende Nässe aus dem Material entweicht. Dadurch kann die Frostempfindlichkeit steigen. Versiegelungen werden häufig bei Betonplatten eingesetzt. 
  • Eine Imprägnierung dringt in das Material ein und verringert dessen Wasseraufnahme. Im Gegensatz zur Versiegelung bildet sie keine geschlossene Schutzschicht auf der Oberfläche. Dadurch bleibt der Belag für Feuchtigkeit aus dem Untergrund durchlässig. Imprägnierungen eignen sich besonders für offenporige Natursteine wie Granit, Kalkstein, Sandstein, Schiefer oder Travertin.

Tipps für schön bleibende Gartenmöbel

Gartenmöbel Wetterfest machen

Collage aus Gartenmöbeln aus Holz und Metall.

So bringen Sie Ihre Outdoor-Möbel gut durch die kältere Jahreszeit:

1. Holzmöbel sollten vor dem Winter noch einmal gründlich gereinigt werden. Weichholz ist empfindlich und sollte im späten Herbst und Winter bei moderaten Temperaturen drinnen gelagert werden. Hartholzmöbel können auch draußen bleiben, sollten aber mit einer atmungsaktiven Plane abgedeckt werden und auf einem trockenen Untergrund stehen.

2. Metallmöbel aus Edelstahl oder Aluminium sind weitgehend rostfrei und können in der Regel problemlos im Freien stehen bleiben. Einfach mit einer atmungsaktiven Schutzhülle abdecken. Anders verhält es sich bei Möbeln aus beschichtetem Metall. Hier können Feuchtigkeit, Frost und Temperaturschwankungen die Beschichtung mit der Zeit angreifen. Optimal ist die Lagerung in einem trockenen, geschützten Raum.

3. Kunststoffmöbel können durch frostige Temperaturen spröde werden. Daher sollten sie mindestens mit einer atmungsaktiven Plane abgedeckt werden. Qualitativ minderwertige Kunststoffmöbel sollten sogar in einem trockenen, geschlossenen Raum mit Temperaturen über dem Nullpunkt gelagert werden.

4 Rattanmöbel können in der Übergangszeit mit einer atmungsaktiven Abdeckung geschützt werden. Im Winter sollten sie jedoch trocken drinnen gelagert werden. Wenn sie doch draußen stehen müssen, sollten sie zumindest auf einem trockenen Boden stehen, zum Beispiel auf einer Abdeckplane.

Sicherheit: Rutschige Terrassen vermeiden

Blick von oben auf eine Terasse auf der eine Person eine Holzlasur aufträgt.
Anti-Rutsch-Öl macht glatte Terrassenholzdielen weniger glatt. Es eignet sich häufig auch für Holztreppen.

Durch regelmäßige Pflege, wie weiter oben beschrieben, lässt sich das Rutschrisiko bereits deutlich verringern. Hier ein paar weitere Tipps:

  • Holzterrasse: Für besonders glatte Holzoberflächen gibt es spezielle Anti-Rutsch-Öle, die die Griffigkeit erhöhen und so das Risiko von Ausrutschern bei Nässe verringern.
  • Terrassenplatten aus Beton oder Feinsteinzeug: Um die Trittsicherheit zu erhöhen, sollte hier auf eine ausreichend rutschhemmende Oberfläche geachtet werden. Für Terrassen werden häufig Fliesen der Rutschhemmklassen R10 oder R11 verwendet. R13 ist die höchste Klasse.
  • Naturstein: Polierter Naturstein kann bei Nässe schnell rutschig werden. Für Außenbereiche sollten daher Oberflächen verwendet werden, die mehr Trittsicherheit bieten, wie beispielsweise geflammte und gebürstete oder anderweitig strukturierte Oberflächen. Achten Sie beim Kauf auch hier auf die Rutschhemmklassen R10 oder R11.

Umstrittener Helfer: Hochdruckreiniger

Collage aus moosbewachsener Betonterasse und Hochdruckreiniger.

Ein Hochdruckreiniger sollte bei Holz nicht und bei Stein nur mit Bedacht eingesetzt werden. Zu hoher Druck kann Oberflächen aufrauen und dadurch die Anhaftung von Schmutz begünstigen. Bei Natursteinplatten können mechanische Reinigungsgeräte Kratzer verursachen. Wenn ein Hochdruckreiniger verwendet wird, empfiehlt sich ein reduzierter Druck sowie ein Bürsten- oder Flächenaufsatz, wodurch der Druck von einer punktuellen auf eine breitere Fläche verteilt wird.

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