Zwar verbreiten sich bargeldlose Bezahlverfahren in Deutschland immer mehr, aber nach Angaben der Deutschen Bundesbank wird noch etwa die Hälfte aller Transaktionen mit Banknoten und Münzen gezahlt. Gleichzeitig häufen sich Fälschungen. So hat die Bundesbank im Jahr 2024 rund 72.400 gefälschte EuroBanknoten mit einem Nennwert von 4,5 Millionen Euro registriert (2023: 56.600 / 5,1 Mio. Euro).
Die am häufigsten nachgemachten Banknoten waren der 20Euround der 50EuroSchein mit einem Anteil von 68 Prozent. Wer den Verdacht hat, gefälschte Banknoten zu besitzen, sollte die Polizei verständigen. Sollte eine Prüfung ergeben, dass die Banknoten echt sind, wird das Geld zurückerstattet.
Für Falschgeld wird aber kein Ersatz geleistet. Wer wissentlich mit Falschgeld bezahlt, muss mit einer Strafe rechnen: Das Strafgesetzbuch sieht dafür je nach Schwere der Tat eine mindestens einjährige Freiheitsstrafe vor.
Banknoten prüfen: fühlen, sehen, kippen
1. Wasserzeichen
Hier erscheint ein Wasserzeichen im Gegenlicht. Es zeigt die Mythenfigur Europa.
2. Relief
Relief bei großer Zahl, Hauptmotiv, Schrift sowie am linken und rechten Rand.
3. Streifen
Im silbernen Streifen erscheinen beim Kippen das Abbild der Europa, das Eurosymbol und der Notenwert.
4. Sicherheitsfaden
Der Sicherheitsfaden erscheint im Gegenlicht als dunkler Streifen. Abwechselnd sind das €-Symbol und der Wert der Note zu sehen.
5. Wertzahl
Die kleine Wertzahl beginnt beim Kippen farblich zu schimmern.
Weitere Merkmale
- Unter UV-Licht werden spezielle Fasern sichtbar, die im normalen Licht nicht zu erkennen sind.
- An verschiedenen Stellen ist unter einer Lupe sehr kleine Schrift sichtbar.