Der erste Schritt sollte es sein, den Raum, soweit wie möglich, leerzuräumen. Besteht das Problem des Geruchs weiter, prüfen Sie insbesondere in den Raumecken, ob Schimmel sichtbar ist. Falls nicht, sehen Sie auch hinter Verkleidungen und Fußbodenleisten nach. Schimmel liebt Tapetenkleister und kann sich auch unter Bodenbelägen bilden. Da Ihre Wohnung erst vor neun Jahren erbaut wurde, ist eine Schimmelbildung aufgrund von Wärmebrücken eher unwahrscheinlich. Schimmel benötigt für sein Wachstum immer Feuchtigkeit. Neben der Kondensation, wenn zum Beispiel warme, feuchte Luft auf kalte Oberflächen trifft, können auch undichte Wasserleitungen und Fußbodenheizungen oder Fallrohre für den Geruch verantwortlich sein. Handeln Sie deshalb schnell! Wer sicher und zuverlässig Schimmel aufspüren kann, sind speziell ausgebildete Suchhunde. Sofern die Anfahrt nicht zu weit ist, ist das die beste Lösung, unsichtbaren Schimmel zu entdecken. Alternativ gibt es auch sogenannte Schimmelanalysetests diese gibt es in verschiedenen Ausführungen. Etwas weniger genau und günstiger ist der Selbsttest; hier erhalten Sie sofort ein Ergebnis. Bei einem Labortest muss die Probe erst eingeschickt werden. Man unterscheidet dabei zwischen Raumluft- und Oberflächentests. Leider zeigen sie nur an, ob ein Problem besteht oder nicht. Der Spürhund dagegen kann den Schimmel genau lokalisieren. Viel Erfolg!
Foto: Shutterstock