Mann baut im Dachboden Wärmedämmung ein.

Wie bleibt es im Dachgeschoss auch im Sommer schön kühl?

Ich besitze ein Fertighaus aus dem Baujahr 1991. Es steht am Südhang, im Dachgeschoss befinden sich gibelhohe Fenster nach Süden. Wegen der großen Wärme, die sich an heißen Sommertagen in den DG-Räumen entwickelt, habe ich vor zwei Jahren im Wohnzimmer eine Splitklimaanlage einbauen lassen. Um den Wärmeschutz zu verbessern, habe ich eine Dachdämmung oder alternativ die Anbringung von Rollläden in Betracht gezogen. Als eine andere Lösung wurde mir eine Wandklimaanlage mit Heizfunktion und WiFi empfohlen. Was meinen Sie?

Eine neue Dachdämmung isoliert gut gegen Kälte, gegen Hitze hilft sie nur mit einer möglichst großen Phasenverschiebung, wie sie zum Beispiel eine Zellulosedämmung besitzt. Da der Hauptanteil der Wärme nach Ihrer Beschreibung durch die südseitige Verglasung kommt, lohnen sich die hohen Investitionskosten kaum. Im Gegensatz zu dem bereits bei Ihnen im Wohnzimmer installierten Splitgerät zur Kühlung handelt es sich bei dem Klimagerät, das Ihnen jetzt empfohlen wurde, um ein sogenanntes Monoblockgerät mit Wärmepumpentechnik, das nur zwei größere Öffnungen in der Außenwand benötigt. Die Außeneinheit entfällt. Die Leistung dieser Geräte ist minimal schlechter als die von Splitgeräten, dafür sind sie günstiger in der Anschaffung und Sie sparen Geld bei der Montage.

Kostengünstiger, wenn auch nicht ganz so effektiv wie ein Klimagerät, ist es, die Wärme erst gar nicht ins Haus kommen zu lassen und die Glasfront zu verschatten. Falls eine Außenjalousie nicht in Betracht kommt, wäre eine Alternative, Sonnenschutzfolien außen auf das Glas zu kleben und innen liegende Vorhänge anzubringen. In Kombination mit nächtlicher Lüftung (Bauteilkühlung) kann so die Raumtemperatur ebenfalls gesenkt werden. Auch eine fixe Lamellenkonstruktion oder ein Vordach sind denkbar, hierzu müsste man aber die genaue Situation vor Ort kennen. Eine Verschattung der Waschbetonterrasse durch Pflanzen oder Sonnensegel erhöht die Aufenthaltsqualität und reduziert zugleich die Aufheizung der Oberfläche. Das Klimagerät geht natürlich auch, verbraucht aber viel Energie, ist teuer und schadet letztlich auch unserer Umwelt.

Foto: Getty Images

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